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Der Rankbrain-Algorithmus

Das Thema der künstlichen Intelligenz (KI) war bereits häufig das zentrale Thema in Büchern und Filmen. Was vor Jahrzehnten noch weit entfernt schien und eher nach Science-Fiction klang, scheint heute bereits Realität geworden zu sein. Google gilt als einer der großen Vorreiter beim Thema der künstlichen Intelligenz und hat bereits über Jahre hinweg an ihr geforscht, entwickelt und Unternehmen zugekauft. 

Setzte eine Suche bei Google vor einiger Zeit noch voraus, dass Google bereits Kenntnisse zu einem bestimmten Thema hat, ist Google jetzt in der Lage, ohne das eine Suchanfrage vorher jemals getätigt wurde, diese zu interpretieren und zu beantworten. Dieses Verfahren wird ermöglicht durch den von Google entwickelten Algorithmus Rankbrain.

Der Rankbrain selbst bedurfte einiger wichtiger Voraussetzungen. Diese Voraussetzungen wurden allerdings durch Google selbst geschaffen. Eine sehr wichtige Rolle nimmt hier das Hummingbird-Update von Google ein. Durch das Hummingbird-Update hat Google es erstmals geschafft, Suchanfragen und die daraus resultierende Intention des Nutzers zu interpretieren. Das Ziel, welches Google hier verfolgt ist, seine Nutzer noch besser kennenzulernen und mit immer besseren Ergebnisse zu bedienen.

Mittlerweile kommt der Rankbrain bei jeder Suchanfrage zum Einsatz und entwickelt sich dank seiner künstlichen Intelligenz permanent weiter. 

Funktionsweise des Rankbrain

Um Suchanfragen noch besser zu interpretieren, hat Google eine besondere Technik entwickelt: Den Rankbrain! Der Rankbrain-Algorithmus ist nichts anderes, als ein technisches System mit einer künstlichen Intelligenz. Dadurch ist der Rankbrain-Algorithmus in der Lage, selbstständig Dinge zu speichern, daraus zu lernen und entsprechend sinnvolle Schlussfolgerungen zu ziehen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom "Machine Learning". Bereits über einen längeren Zeitraum hinweg hat der Rankbrain-Algorithmus mehrere Millionen Suchanfragen, die sekündlich bei Google eingehen, analysiert und bewertet.

Der Rankbrain befindet sich in einer ständigen Lernphase und versucht bestimmte Regeln zu identifizieren und auf neue und noch unbekannte Muster eigenständig zu übertragen. Eine ganz wichtige Eigenschaft für die künstliche Intelligenz ist das eigenständige Lernen, ohne durch bestimmte Quellen mit Informationen manuell gespeist werden zu müssen. Das Ziel dieser KI ist es, dass die „Maschine“ eigenständig erkennt, wie in welcher Situation bzw. wie auf welche Suchanfrage zu reagieren ist, ohne dass sie vorher mit Daten aus Studien oder Analysen gespeist wurde. Zusammengefasst bedeutet das, dass der Rankbrain sich in einem ständigen Lernprozess befindet, seine Entscheidungen permanent anpasst und daraus eigenständig die richtigen Rückschlüsse zieht.

Ziel ist es, dem Nutzer praktisch einen Schritt voraus zu sein und ihm genau das anzuzeigen, was dieser erwartet.

Rankbrain nur einer unter vielen Faktoren

Auch wenn Rankbrain einer unter vielen Rankingfaktoren bei Google ist, man spricht hier von mehreren hunderten Faktoren (ca. 250 davon sind bekannt), ist er dennoch der Einzige, dessen Grundlage eine künstliche Intelligenz ist. Allerdings wird der Rankbrain von sehr vielen – gerade wegen seiner künstlichen Intelligenz – als sehr entscheidender Rankingfaktor für den Algorithmus von Google gesehen. Speziell dann, wenn es um eine bessere Einordnung der Suchergebnisse geht. 

Nach Angaben von Bloomberg.com hat Greg Corrado (Senior Research Scientist bei Google) bestätigt, dass der Rankbrain bereits jetzt schon den dritten Rang, was die Relevanz der verschiedenen Rankingfaktoren betrifft, eingenommen hat. In bereits durchgeführten Tests, konnte der Rankbrain im Vergleich zu den Entwicklern mit 10 Prozentpunkten besser abscheiden (80 zu 70), als es darum ging, die Ergebnisse nach ihrer Relevanz einzuordnen. Da der Rankbrain die Suchanfragen scheinbar schon jetzt besser einzuordnen weiß, bliebt abzuwarten wie stark er zukünftig noch werden wird.

Rankbrain und Suchmaschinenoptimierung

Der Rankbrain wird dazu führen, dass Nutzer „das perfekte“ Ergebnis durch Google geliefert bekommen. Diesen Anspruch hat Google allerdings schon immer an sich gestellt. Durch den Rankbrain ist man jetzt aber in der Lage, die Intention des Nutzers zu interpretieren und entsprechend zu bedienen. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass der Kunde, der erfolgreich sein Ziel erreicht hat, sei es der Kauf eines Produktes oder schlicht eine einfache Information, zufrieden ist.

Um als Suchmaschinenoptimierer darauf eingestellt zu sein, sollte von Beginn an Wert darauf gelegt werden, hochwertige Inhalte (Inhalte mit Mehrwert für den Nutzer) zu produzieren, um so zukünftig auch die gewünschten Rankings bei Google zu bekommen. Sind nämlich z. B. die Verweildauer oder die Nutzererfahrung einer Webseite gut, spricht vieles dafür, dass die künstliche Intelligenz des Rankbrain diese dann ebenfalls weit oben einstuft. Aber auch die User Experience der Seite könnte durch den Rankbrain ein Kriterium künftig werden.