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Google Penalty

Der Begriff Penalty kommt aus dem Englischen und heißt Strafe oder Sanktion. Sie geht von seitens der Suchmaschine aus und betrifft die Webmaster aufgrund einem oder mehrerer Verstoße gegen die Richtlinien (Google Webmaster Guidelines). Die Richtlinien an die Webseiten-Betreiber sind ausführlich auf der Seite https://support.google.com/webmasters/answer/35769?hl=de#  gelistet. Es gibt verschiedene Arten von Penalties, die für einen festgelegten Zeitraum für die Webmaster bzw. deren Webseiten verhängt werden.

Die verhängte Strafe hängt von der Schwere des Verstoßes und der Dauer für die Behebung ab. Eine Abstrafung kann auf zwei Arten erfolgen. Bei einer algorithmischen Abstrafung werden die Strafen automatisiert vergeben. Schlagartig ist die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit negativ eingeschränkt. Meist fallen algorithmische Sanktionen durch einen schlagartigen Rankingabfall auf. Ein Beispiel für algorithmische Penaltys sind das Pinguin- und Panda-Update.

Das Panda-Update betrifft Webseiten mit Verstoßen von Onpage-, Usability- und Traffic-Faktoren. Bei der Prüfung des Linkprofils schlägt das Pinguin-Update zu, sofern es unnatürlich wirkt. Manuell ergriffene Sanktionen werden hingegen von den Google-Mitarbeitern durchgeführt. Sie werden dem Webseiten-Betreiber über die Google Webmaster Tools mitgeteilt. Diese prüfen die Webseite auf Verstoße und verhängen die Penalty manuell. Der Zeitraum der Strafe ist abhängig vom Richtlinienverstoß. Die Mitarbeiter verhängen eine Sperrfrist bis zu einem festgelegten Datum, die automatisch aufgehoben wird. Möchte man die Sperre verkürzen besteht die Möglichkeit einen Antrag auf eine erneute manuelle Prüfung (Reconsideration Request) der Webseite zu stellen. Diese kann, muss aber nicht, eine manuelle Penalty vorzeitig beenden. Sie hat jedoch keinen Effekt, wenn es sich um eine algorithmische Penalty handelt. Zuvor sollte man natürlich den Verstoß korrigieren. Dem Reconsideration Request sollte ein Bericht beigefügt werden, der beschreibt wie und in welchem Ausmaß den Verstoß beseitigt hat und wie man nachweisen kann, dass es zu keinem erneuten Verstoß kommt. Eine Rückmeldung der Google Mitteilung kann wie eine der drei Mitteilungen ausfallen:

  • Dem Antrag wurde stattgegeben und die manuelle Penalty wurde aufgehoben
  • Dem Antrag wurde nicht stattgegeben und die manuelle Penalty wurde nicht aufgehoben
  • Dem Antrag einer manuellen Überprüfung wurde stattgegeben, jedoch ist der Verstoß noch nicht vollständig behoben

Wird eine Sanktion auf der Keyword-Ebene verhängt, verliert die Webseite, die auf das abgestrafte Keyword optimiert hat, an Rankinghöhe. Wenn sich das gesamte Verzeichnis im Ranking verschlechtert, wurde eine Penalty auf URL- oder Verzeichnis-Ebene verhängt, auch Folder-Penalty genannt. Sanktionen auf der Hostnamen- und Domainweiten-Ebene sind noch größer und schwieriger zu korrigieren. Das Delisting oder die De-Indexierung ist die größte Abstrafe. Dabei wird die gesamte Domain aus dem Suchindex ausgeschlossen und die Webseite ist nicht mehr auffindbar. Die schwerwiegendste Abstrafung weist auf schwere technische und einen großen Richtlinien-Verstoß hin.

Bei folgenden Verstoßen sind Sanktionen möglich:

  • Keyword-Stuffing oder Spam
  • Versteckter/unsichtbarer Text (Hidden text) z.B. Keywords
  • Unnatürliche Linkprofile
  • Linkkauf oder Linktausch
  • Duplicate Content
  • Schlechte Usability, unnützer Content für den Webseiten-Besucher

 

Black Hat SEO Methoden

Ein Black Hat SEO (Schwarzer-Hut-Suchmaschinen-Optimierer) ist ein Suchmaschinenoptimierer, der für ein gutes Ranking unerlaubte Tricks benutzt. Suchmaschinenoptimierer, die solche Tricks nicht benutzen und sich an die Richtlinien halten, werden White-Hat-SEOs genannt. Die Suchmaschinen reagieren auf Richtlinien verletzende Methoden mit Penalty-Updates, die automatisiert die gecrawlten Seiten abstrafen. Die Sanktionen können bis zu einem Ausschluss aus dem Index führen. Die folgenden drei Methoden werden von den Black Hat SEOs häufig angewendet und sind daher nicht zu empfehlen.

Link-Kauf

Der Kauf von Links (Backlinks) ist ein häufiges Mittel von unseriösen Ranking-Agenturen oder neuen Webseiten für eine Rankingerhöhung. Für die Offpage-Optimierung steigern Black Hat SEOs mit dem Kauf von Links für eine Steigerung der Link Popularität. 2014 strafte Google die Plattform Teliad öffentlich ab, da sie als Linkvermittler fungierte, d.h. sie brachte gegen eine Provision Linkkäufer und Linkanbieter zusammen. Auch wenn die Plattform nicht direkt gegen die Google Richtlinien für Webmaster verstoßen hat, da sie keine Links gekauft oder verkauft hat, wurde sie abgestraft. Linkkäufe werden meist mit einem starken Rankingabfall (Ranking-Penalty) bestraft, können aber je nach Schwere auch zu einer Deindexierung führen. Sowohl der Link-Kauf, die Link-Miete als auch der Linkverkauf sind nach den Richtlinien nicht erlaubt und werden abgestraft.
Es lohnt sich nicht viel Geld für Links auszugeben, die von jungen Domains kommen, einen schlechten Pagerank und keine Themen-Gemeinsamkeit haben. Oft kommen die gekauften Links aus dem Ausland und haben keinerlei Zusammenhang zu der Webseite, die optimiert werden soll. Solche Links schaden auf kurz oder lang dem Ranking. Zudem erkennt Google nach kurzer Zeit ein unnatürliches Linkwachstum und ob es sich um qualitative Links mit Bezug handelt. Wenn Google auf einen Linkverkäufer aufmerksam wird, können die Webmaster, die die Links gekauft haben ebenfalls im Ranking abfallen.
Vom Link-Kauf ist dringend abzuraten und für eine Webseite mit gutem Content völlig unnötig, da ein gutes Linkbuilding Zeit braucht. Wer sein Ranking verbessern will, sollte alle legalen und bekannten Rankingfaktoren durchgehen und seine Seite darauf prüfen. Ist man einmal in den negativen Fokus der Suchmaschinen geraten, wird es schwer, diesen Zustand wieder zu ändern. Suchmaschinen wie Google optimieren jeden Tag ihre Methoden um Black SEOs zu identifizieren und guten von schlechtem Content zu trennen. Es ist daher nicht ratsam sein Budget und seine Zeit in SEO Maßnahmen zu stecken, die keinen langfristigen Erfolg versprechen. Es gibt kaum ein vermeidbareres Risiko als von Google abgestraft zu werden. Die Folgen können, je nach Geschäftsmodell, jedoch verhehrend für das abgestrafte Unternehmen sein. 

 

Cloaking

Beim Cloaking (Verhüllen) erstellt man zwei unterschiedliche Webseiten, von denen die eine für die Suchmaschine, bzw. den Robot und die andere für die (menschlichen) Webseitenbesucher unter der gleichen URL erreichbar ist. Ein erstelltes Skript kann beim Aufruf der Webseite unterscheiden, ob es sich um einen Suchmaschinen-Roboter oder um einen User handelt. Der Roboter erhält die Suchmaschinenoptimierte Webseite mit allen erfüllten Ranking-Faktoren. User sehen hingegen eine andere Webseite, die nicht die Ranking-Faktoren erfüllt, sondern auf die Besucher optimiert wurde. Beispielsweise sind mediale Inhalte wie Videos für die Besucher zu sehen. Suchmaschinen reagieren auf solche SEO Methoden mit Spionen. Das sind Mitarbeiter, die sich als normale User ausgeben und kontrollieren, ob die Webseite identisch mit dem der ist, die der Roboter crawlt. Die Anwendung von Cloaking ist ein Verstoß gegen die Richtlinien der Suchmaschinen. Der Ausschluss aus dem Index ist die Folge.

Keyword-Stuffing und versteckte Links/Texte

Die Überoptimierung der Keyword-Dichte wird als Keyword-Stuffing bezeichnet. Besonders am Anfang der Suchmaschinenzeit wurde Keyword-Stuffing als Manipulation der Suchergebnisse genutzt. Webseiten, die die Methoden benutzten, stiegen im Ranking. Doch zahlreiche Suchmaschinen-Updates filtern Webseiten mit Keyword-Stuffing raus und mahnen sie ab. Werden die Verstöße nicht behoben, werden die Sanktionen erhöht.
Um diesen Sanktionen zu entgehen verstecken Black Hat SEOs die Texte, indem die Textfarbe identisch mit der Hintergrundfarbe auf der Webseite ist. Die Webmaster täuschen damit Inhalte vor, die für den Besucher der Webseite nicht zu sehen sind. Die Inhalte sind Suchmaschinenoptimierte Texte, Links für eine höhere Linkpopularität oder Keywords. Links müssen sich

  • von dem Hintergrund abheben
  • unterstrichen und fett gedruckt sein
  • mit einem Hand-Icon versehen sein (Klick-Maus-Anzeiger)

Der Suchmaschinen-Algorithmus erkennt jedoch auch diese Methoden und bestraft Webseitenbetreiber bei Anwendung.