Artikelserie zum Thema: Content Marketing (Teil 2)

Im ersten Teil haben wir Grundlagen zum Thema besprochen. Im zweiten Teil der Artikelserie zeigen wir euch, wo im Content Marketing mögliche Fehlerquellen liegen. Um den nachhaltigsten Erfolg eurer Webseite zu erzielen, sollten diese Fehlerquellen so gut es geht ausgemerzt und am besten von Beginn an verhindert werden. Ferner gehen wir auf die KPI's (Key Ferformance Indicators), die beim Content Marketing eine Rolle spielen.

Mögliche Fehlerquellen im Content Marketing

Zunächst ein mal ist es wichtig mit einem klaren Plan an das Thema zu gehen. Für wen schreibt ihr den Content? Was wollt ihr mit dem Content erreichen? Welche Fehler man nicht machen sollte, zeigen wir hier:

Ziele definieren

Grundsätzlich ist es wichtig, Ziele zu definieren. In diesem Zusammenhang müssen die Ziele messbar, realistisch und terminierbar sein. Ohne ein Ziel kann keine Kampagne analysiert, bewertet oder verglichen werden.

Content Marketing wird nicht ganzheitlich betrachtet

Wichtig ist, dass Content Marketing immer ganzheitlich betrachtet werden muss und nie als eigenständiger und losgelöster Kanal.

Keine Zielgruppe definieren

Vor der Content-Erstellung solltet ihr euch darüber im Klaren sein, wer zu eurer Zielgruppe gehört. Wenn ihr euch dieser Tatsache bewusst seid, könnt ihr euren Content zielgruppenspezifisch veröffentlichen. Habt ihr beispielsweise eine junge Zielgruppe, solltet ihr euren Content über diverse Social-Media-Kanäle wie Facebook, Twitter, etc. verbreiten.

Conversions vernachlässigen

Conversions sind ein elementarer Bestandteil beim Online-Marketing. Die perfekte Website, Online-Shop oder Landingpage gibt es nicht. Daher ist es umso wichtiger Schwachstellen durch eine konsequente Conversion-Optimierung zu reduzieren. Im Content Marketing wie auch sonst im Online-Marketing gibt es verschiedene Hebel, mit denen man die Conversion optimieren kann. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass eine Optimierung regelmäßig passiert und nicht erst dann, wenn die Konversionrate im Keller ist.  

Ist das Ziel also, Interessenten in Kunden zu wandeln, sollte der Content entsprechend aufgebaut sein und letztlich zum Kauf anregen. Ist das Ziel lediglich Informationen zur Verfügung zu stellen, kann ein Parameter beispielsweise die Verweildauer oder Absprungrate sein.

Das falsche Maß aus SEO und Content-Marketing

Wie so oft im Leben, ist bei der Content-Erstellung der Mittelweg genau der richtige Weg. Ihr müsst ein homogenes Verhältnis von SEO und Content Marketing schaffen. Es bietet sich an, dass Wissen aus der SEO-Analyse und Content Marketing zu verknüpfen, um so die Besten, für die Zielgruppe relevanten Inhalte, zu erstellen. Auch hier geht Qualität vor Quantität. Lieber einmal im Monat erstklassigen Content, als wöchentlich zweit- oder drittklassigen Content. Wer die Zeit und Ressourcen hat, sollte natürlich häufiger hochwertigen Content liefern.

Das Potential des Content nicht ausschöpfen

Sei kreativ. Es bieten sich verschiedenste Möglichkeiten der Content-Verbreitung. Die Wahl der Kanäle, über die eine Publizierung des Contents erfolgen soll, hängt maßgeblich von der Zielgruppe ab. Ganz wichtig ist aber, Content regelmäßig zu produzieren und nicht nur ab und zu. Um das Vertrauen beim potentiellen Kunden zu erlangen, bedarf es einem langen Atem.

Nicht Mut zur Lücke, sondern zur Nische

Je nachdem, in welchem Umfeld man agiert, kann es sinnvoll sein, auch Content für die Nische zu produzieren. Gerade im Hinblick auf die SEO-Strategie durchaus ein mögliches Szenario. Wenn du in der spitzen Zielgruppe Gehör findest, ist es nicht ausgeschlossen, dass sie sich zu deinem Sprachrohr entwickeln.

KPI's im Content Marketing

Durch KPI's (Key-Performance-Indicators) haben wir die Möglichkeit, den Erfolg/Misserfolg anhand von Zahlen messbar zu machen. Wir können überprüfen, ob Maßnahmen zu einer Verbesserung geführt haben und ob bestimmte Stellschrauben noch einer Korrektur bedürfen. Im Folgenden gehen wir auf die wichtigsten KPI's ein.

Monetäre Ziele

Return of Investment

Der Return of Investment (ROI) ist eine Kennzahl, die in Prozent angibt wie wirtschaftlich eine Investition im Vergleich zum Gewinn ausgefallen ist. Allerdings muss man beachten, dass Content Marketing auch Ziele wie die Markenbekanntheit oder langfristige Kundenbindung verfolgt.

Leads

Unter Leads versteht mit den Erstkontakt zwischen potentiellen Neukunden und einem Unternehmen. Eine klassische Möglichkeit für den Erstkontakt ist das Abonnieren eines Newsletters. Hier wird das Ziel einer Conversion verfolgt, also der Gewinnung eines neuen Kunden.

Conversion-Rate

Eine weitere wichtige KPI ist die Conversion-Rate. Sie setzt die Anzahl der Webseitenbesucher ins Verhältnis zu denen, die tatsächlich eine Handlung, beispielsweise einen Kauf, vollzogen haben. Wie zuvor beschrieben, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten im Online-Marketing, seine Conversion zu optimieren.

Upselling

Unter Upselling versteht man die Erhöhung des durchschnittlichen Warenkorbwertes. Dieser soll in erster Linie durch den Verkauf teurerer Produkte erzielt werden. Durch gutes Content Marketing kann diese Maßnahme umgesetzt werden und führt so zu einer Umsatzsteigerung. Die Zielsetzung muss im Vorfeld einer Kampagne festgelegt werden.

Nicht-Monetäre Ziele

Social-Signs

In der heutigen Zeit sind die Social-Signs aus sozialen Netzwerken wie beispielsweise Facebook sehr wichtig geworden. Zu den Social-Signs zählen unter anderem die Anzahl an Followern, aber auch Likes, Shares und Kommentare..

Verweildauer

Die Verweildauer eines Nutzers auf einer Webseite kann eine hohe Aussagekraft haben. Sie gibt an, wie lange ein Besucher auf der Webseite war. Man kann sagen, je besser der Content, desto höher ist die durchschnittliche Verweildauer eines Besuchers. Die Verweildauer kann ein wichtiger Erfolgsfaktor sein, wenn das Ziel nicht "Abverkauf" ist.

Bounce-Rate

Die Bounce-Rate gibt an, wie viele Besucher eine Webseite nach nur einem Seitenaufruf wieder verlassen im Verhältnis zu denen, die eine Webseite besuchen und dort mehrere Unterseiten aufrufen. Umso niedriger die Bounce-Rate, desto besser. Eine niedrige Bounce-Rate kann ein Indikator für eine gute Webseitengestaltung mit gutem Content sein.

Fazit

Content Marketing muss wie andere Marketing-Maßnahmen ganzheitlich gesehen und konsequent umgesetzt werden. Dabei gilt es im Vorfeld einer Kampagne nicht nur die Zielgruppe genau zu bestimmen, sondern auch ein klares Ziel vorzugeben. Je nach Zielsetzung können dann die KPIs definiert werden, die letztlich eine Kampagne optimierbar und analysierbar machen. Denn beides ist wichtig. Das Optimieren der laufenden Kampagne sowie Learnings aus der abgelaufenen Kampagne zu ziehen.