KI-generierte Texte – was du darüber wissen solltest und wie Google sie heute bewertet
Redaktion PageRangers
Texte, die von der künstlichen Intelligenz geschrieben werden, entwickeln sich für die meisten Seitenbetreiber als immer interessanter. Doch die Meinungen gehen hier auseinander. Die einen sind mit all ihrer Macht gegen die künstliche Intelligenz und die anderen heben die KI in den Himmel. Doch auf welche Meinung kann man sich nun verlassen? Wer hat recht? In diesem Artikel erfährst du die Vor- und Nachteile der künstlichen Intelligenz, wie Google KI-basierte Texte heute bewertet und noch vieles mehr. Am Ende kannst du dir dann mit gutem Gewissen ein eigenes Bild von den Texten der künstlichen Intelligenz machen.
Was ist die künstliche Intelligenz überhaupt?
Die künstliche Intelligenz (kurz: KI) soll eine Art Ersatz für die menschliche Intelligenz sein. Das menschliche Denken soll auf die Technik übertragen werden. Somit soll es leichter fallen, dass die künstliche Intelligenz eigenständig Probleme lösen kann. Anstatt dass der Computer für verschiedene Zwecke neu programmiert wird, löst die künstliche Intelligenz das Problem eigenständig. In der Form funktioniert das Ganze auch mit der Texterstellung. Seit Sprachmodelle wie ChatGPT für jeden zugänglich sind, ist aus dem Nischenthema ein Alltagswerkzeug geworden — und damit stellt sich für jeden Seitenbetreiber die Frage, wie Google damit umgeht.
Wie steht Google dazu, wenn auf deiner Webseite KI generierte Texte zu finden sind?
KI-basierte Texte sind, mit anderen Worten, automatisierte Inhalte. Und genau hier hat sich seit der ersten Fassung dieses Artikels im Mai 2022 am meisten getan. Damals galten automatisch erstellte Inhalte pauschal als Verstoß gegen die Webmaster-Richtlinien, und Google wertete sie als Spam. Im Februar 2023 hat Google seine Haltung in einem Beitrag im Search Central Blog neu gefasst: Der angemessene Einsatz von KI oder Automatisierung verstößt nicht gegen die Richtlinien. Google erinnert dabei daran, dass Automatisierung schon lange im Einsatz ist, etwa bei Sportergebnissen oder Wettervorhersagen. Entscheidend ist nicht, wie ein Text entstanden ist, sondern ob er hilfreich, verlässlich und für Menschen gemacht ist. Bewertet wird nach Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit (E-E-A-T) — egal, ob ein Mensch oder eine Maschine getippt hat.
Was nach wie vor als Spam gilt: Automatisierung — KI eingeschlossen — vor allem dafür einzusetzen, Rankings zu manipulieren. Seit März 2024 führt Google diesen Fall in seinen Spamrichtlinien unter dem Namen „Scaled Content Abuse“ (massenhaft erzeugte Inhalte): viele Seiten, die hauptsächlich für Suchmaschinen und nicht für Nutzer entstehen — ausdrücklich unabhängig davon, ob KI, Menschen oder eine Kombination aus beidem dahinterstecken. Seiten, die dagegen verstoßen, können schlechter ranken oder ganz aus den Ergebnissen verschwinden. Die Webmaster-Richtlinien heißen heute übrigens Google Search Essentials; die Spamrichtlinien sind ein Teil davon.
Erkennen Nutzer, ob ein Text von Menschen oder Maschinen verfasst wurde?
Ob Inhalte von der Maschine oder von einem Mensch geschrieben wurde, erkennt man immer daran, wenn der Zusammenhang oftmals nicht passend ist und wenn der Text im Allgemeinen sehr unverständlich ist. Unverständlich nicht im Sinne von fachlich, sondern im Sinne von niedrigem Niveau. Hierbei musst du allerdings auch bedenken, dass nicht alle schlecht erstellten Inhalte von der Maschine erstellt wurden, sondern, dass es auch Menschen gibt, die sich schriftlich nicht sonderlich gut ausdrücken können, wodurch kein hochwertiger Text zustande kommt. Mit heutigen Sprachmodellen ist die Unterscheidung noch schwerer geworden: Die Texte lesen sich flüssig, und ob ein Mensch oder eine Maschine sie geschrieben hat, sieht man ihnen oft nicht mehr an. Es gibt allerdings einige Muster, die Google in seinen Spamrichtlinien ausdrücklich als massenhaft erzeugte Inhalte nennt — und die auch Lesern schnell auffallen:
- Mit generativen KI-Tools oder ähnlichen Werkzeugen werden viele Seiten erzeugt, die Nutzern keinen Mehrwert bieten.
- Feeds, Suchergebnisse oder andere Inhalte werden ausgelesen und daraus Seiten gebaut.
- Inhalte verschiedener Webseiten werden zusammengeführt, ohne dass dadurch ein Mehrwert entsteht.
- Der Text ist für Nutzer kaum verständlich, enthält aber die Suchbegriffe.
- Mehrere Websites werden angelegt, um das Ausmaß der Masse zu verschleiern.
Google nutzt selbst KI – und erlaubt sie inzwischen auch dir
Google setzt KI längst in der eigenen Suche ein: Seit dem 26. März 2025 zeigt die Suche auch in Deutschland „Übersichten mit KI“ (AI Overviews) über den Ergebnissen, seit dem 8. Oktober 2025 gibt es den KI-Modus als eigenen Tab neben „Alle“, „Bilder“ und „Videos“. Das Argument „Google darf, wir nicht“ aus der ersten Fassung dieses Artikels ist damit vom Tisch — Google erlaubt KI-Texte auch Seitenbetreibern. Der Grund dahinter ist derselbe geblieben: Google möchte die Nutzer bestmöglich mit den besten Informationen versorgen. Kein Nutzer kann etwas mit einem Text anfangen, bei dem die Sätze nur aneinander gesetzt werden und kein Zusammenhang oder Hintergedanke besteht — egal, wer ihn geschrieben hat. Daher werden hochwertige Inhalte von Google belohnt. Wie Google die KI in die Suche integriert und was das für dich bedeutet, haben wir in einem eigenen Artikel beschrieben. Und wie Inhalte in Googles KI-Antworten gelangen, erklären wir separat.
Vor- und Nachteile der künstlichen Intelligenz
Nun hast du schon einiges über die Texte erfahren, die von der künstlichen Intelligenz erstellt werden. Einige Vor- und Nachteile sind daher schon ans Licht gekommen. Jedoch erhältst du hier die Vor- und Nachteile noch einmal aufgelistet.
Die Vorteile der KI basierten Texte
Die Texte sind schnell erstellt: Erstellst du Texte über die KI, ist der Rohentwurf in Minuten da. Fertig bist du damit aber nicht, du musst dennoch etwas Zeit und Geduld mitbringen. Sobald dein Text von einer Maschine erstellt wurde, beginnt für dich das Überarbeiten. Denn flüssig lesbar heißt nicht richtig: Fakten, Zahlen und Quellen musst du prüfen, und die Tonalität deiner Marke bringt das Werkzeug nicht von selbst mit.
Die Ideenfindung wird einfacher: Jeder Texter kennt sie und jeder Texter hasst sie. Die Schreibblockade. Du möchtest einen Text verfassen, weißt auch, was darin vorkommen soll, jedoch hast du plötzlich keine Ahnung wie du anfangen kannst. Das kennt jeder Texter. Außerdem kommt es auch ziemlich häufig vor, dass du mitten drin nicht mehr weiter weißt. Denn die sogenannte Schreibblockade kommt auch manchmal aus dem Nichts und du weißt auf einmal nicht mehr weiter. Normalerweise überlegt man dann bis einem der Kopf raucht, oder steht mal auf, macht sich einen Kaffee oder der Klassiker: der Blick aus dem Fenster und die Gedanken schweifen lassen. Hierbei kommt dann die KI ins Spiel. Die KI liefert dir Gliederungen, offene Fragen und Formulierungsvorschläge — ein guter Ansatz für das Brainstorming, wodurch dann auch die Schreibblockade gelockert wird.
Die Nachteile der KI basierten Texte
Der Aufwand verschwindet nicht, er verschiebt sich: Möchtest du einen KI-basierten Text erhalten, der dazu auch noch hochwertig ist, bleibt die eigentliche Arbeit bei dir. Bei hochwertigen Texten geht es nämlich nicht nur um das Geschriebene, sondern auch um die Recherche, die dafür notwendig ist. Hierbei handelt es sich um Wettbewerber, Rankings, Keywords etc. — und um die Prüfung jeder einzelnen Aussage, die das Werkzeug liefert.
Diese Art von Text ist selten einzigartig: KI-Texte entstehen aus dem, was bereits im Netz steht. Ohne eigene Erfahrung, eigene Daten oder eine eigene Perspektive bekommst du einen Text, der sich von dem deiner Wettbewerber kaum unterscheidet. Genau das ist aber, was Google belohnt: Inhalte, die hilfreich und verlässlich sind und etwas bieten, das es anderswo nicht gibt. Liest du dir einen austauschbaren KI-Text durch, merkst du schnell, dass er zwar korrekt klingt, dir aber nichts Neues sagt.
Google sanktioniert Masse ohne Mehrwert: Dass Google KI-Texte nicht pauschal ablehnt, haben wir vorhin bereits erklärt. Jedoch haben wir noch nicht erwähnt, was passiert, wenn du es übertreibst. Wer mit KI massenhaft Seiten ohne Mehrwert produziert, verstößt gegen die Spamrichtlinien. Google erkennt das mit automatisierten Systemen und bei Bedarf durch manuelle Prüfung; die Folge kann eine manuelle Maßnahme sein — deine Seite rankt dann schlechter oder erscheint gar nicht mehr in den Ergebnissen. In seinen Hinweisen zu hilfreichen Inhalten empfiehlt Google außerdem, für Besucher erkennbar zu machen, wenn Automatisierung oder KI bei der Erstellung eine Rolle gespielt hat, und Beiträge mit einer Autorenzeile zu versehen, die zu weiteren Informationen über den Autor führt.
Unsere Meinung zu KI basierten Texten
Als wir dieses Thema im Mai 2022 zum ersten Mal besprochen haben, waren wir sehr kritisch — und hatten dafür gute Gründe. In einem internen Test mit ein paar Beispiel-Themen hatte der KI-Text kaum einen Sinn, und zusätzlich wurden falsche Informationen eingebaut. Beispielsweise stand in dem KI-basierten Text, dass Bier gut und verträglich für Kinder und Jugendliche ist. Ein solches Ergebnis wollten wir weder selbst nutzen noch unseren Kunden anbieten.
Seitdem haben sich die Werkzeuge und unsere Arbeitsweise verändert. Heute nutzen wir KI dort, wo sie Arbeit abnimmt: bei der Transkription von Podcasts — im Nachgang hören wir uns den Podcast parallel zu dem Text an und korrigieren die Fehler — und in der Content Suite, die KI in den einzelnen Schritten der Texterstellung einsetzt, etwa im Content Chat zur direkten Arbeit am Text. Unverändert ist die Regel dahinter: Die Verantwortung für Fakten, Struktur und Tonalität bleibt beim Menschen. Ob KI-Inhalte hilfreich oder Spam sind, haben wir in einem eigenen Beitrag weiter ausgeführt.
Fazit
Zusammenfassend kann man sagen, dass KI-generierte Texte kein Tabu mehr sind, aber auch kein Selbstläufer. Google bewertet nicht die Entstehung, sondern das Ergebnis: Hilfreich, verlässlich und für Menschen gemacht muss es sein — und wer stattdessen Masse ohne Mehrwert produziert, riskiert seine Rankings. Wir haben euch nun einige Informationen geliefert, wodurch ihr euch ein eigenes Bild machen und eigene Entscheidungen treffen könnt. Schaust du dir die Nachteile noch einmal an, lautet unser Rat: Nutze die KI als Werkzeug für Recherche, Struktur und Rohfassung, aber prüfe jede Aussage, bring eigene Erfahrung und eigene Daten ein und sorge dafür, dass am Ende ein Mensch für den Text geradesteht — du selbst oder ein professioneller Texter.