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Content Recycling – 6 Tipps und Ideen zur praktischen Umsetzung

Content Recycling - Tipps & Tricks

Im Content-Marketing ist es die größte Herausforderung, immer wieder neue Inhalte zu produzieren. Über Monate bis Jahre hinweg kann dies ziemlich mühsam werden. Dafür kann dann das Content-Recycling nützlich werden.

Was ist Content-Recycling?

Beim Content-Recycling handelt es sich um die Aufbereitung von bereits existierenden Inhalten. Dieser Inhalt kann wiederverwendet werden und wird dabei umfunktioniert. Bei dem Content Recycling sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Von einem Podcast, über die Transformation eines Blogartikels, bis hin zu einem E-Book durch die Zusammenführung von mehreren Beiträgen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Du holst also das Beste aus deinem Content raus, um die Reichweite zu verbessern. Und das über verschiedene Kanäle.

Wann Content Recycling sinnvoll ist

Es gibt verschiedene Gründe für Content Recycling. Zum einen ist Content Recycling von Vorteil, wenn die Leser deines Blogs regelmäßig neuen Inhalt erwarten. Zum anderen erwarten nicht nur Leser, sondern auch Suchmaschinen Aktivität auf deiner Website. Ist dies nicht gegeben, ist es sehr wahrscheinlich, dass du dadurch schlechter rankst. Wenn Menschen etwas einmal lesen, gerät dies schnell in Vergessenheit. Wenn sie es aber mehrmals in verschiedenen Varianten lesen, bleibt es im Gedächtnis. Außerdem ist es selten gegeben, dass die Follower den Seitenbetreibern auf allen Kanälen folgen. Daher ist es gut, wenn man seinen Inhalt umformuliert und dann auf den weiteren Kanälen postet.

Wann ist es sinnvoll den Content zu analysieren

Für das Content-Recycling, musst du die Inhalte identifizieren, die dafür geeignet sind. Dafür musst du überprüfen, welche Inhalte häufig gesucht und geklickt wurden. Allerdings kannst du auch Inhalte wählen, die weniger erfolgreich sind. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Themen für deine Zielgruppe relevant sind. Denn wenn das Format geändert wird, kann neues Interesse auf den Content geweckt werden. Außerdem, lassen sich manche Inhalte leichter lesen und verstehen, wenn ein anderes Format verwendet wird.

Pareto Prinzip – was ist das und was hat das mit dem Content Recycling zu tun?

Das Pareto Prinzip, auch bekannt als 80-20-Regel, beschreibt, dass mit 20 % Aufwand meist bereits 80 % des Ergebnisses erreicht wird. Um die verbleibenden 20 % des Ergebnisses zu erreichen, benötigt man 80 % Aufwand. Die verbleibenden 20 % müssen nicht zwingend erreicht werden, weil 80 % meist vollkommen ausreichen. Wenn die 80 % für jemanden nicht ausreichen, bezeichnet man dies als Perfektionismus. Den Perfektionismus sollte man sich gut überlegen, weil Perfektion häufig unwirtschaftlich, unklug und unproduktiv ist. Da Perfektion viel Arbeit, Energie und Stress benötigt, sorgt dieser für Zeitverlust. Das Pareto Prinzip kannst du daher gut mit dem Content Recycling vergleichen. Beim Content Recycling sollst du nämlich mit wenig Aufwand einen Großteil deiner Ergebnisse erreichen. Dieser allerdings bezogen auf deine bereits vorhandenen Inhalte.

Welche Arten & Formate eignen sich für das Content-Recycling?

Es gibt viele verschiedene Formate, in denen sich Content Recycling eignet. Das Teilen deiner Inhalte auf verschiedenen Plattformen, gehört wie wir bereits wissen, auch zum Content Recycling. Du kannst deine Inhalte zeitversetzt, aber auch parallel auf verschiedenen Plattformen teilen. Dafür eignen sich beispielsweise diese Plattformen:

Plattform-Diversifizierung beim Content Recycling

  1. Websites
  2. Blogs
  3. Video-Kanäle
  4. Facebook, Instagram, Twitter etc.
  5. Newsletter

Content-Formate spielen beim Content Recycling eine übergeordnete Rolle

Außerdem gibt es viele verschiedene Formate, die du anwenden kannst. Beispielsweise lassen sich Webinaren, Podcasts oder Infografiken mit wenig Aufwand verschriftlichen und somit neue Zielgruppen erreichen. Statistiken und Tabellen lassen sich ebenfalls in Schriftform wiedergeben. Aber die meisten Inhalte eignen sich für einen Newsletter.

Hier die verschiedenen Varianten noch einmal aufgelistet:

  1. E-Books
  2. Whitepaper
  3. Videos
  4. Webinare
  5. Podcasts
  6. Infografiken
  7. Newsletter
  8. Präsentationen
  9. Statistiken/Tabellen

6 Tipps zur praktischen Umsetzung von Content Recycling

Zunächst schaust du dir deine älteren aber auch deine neueren Beiträge an. Dann entfernst du alle Inhalte, die nicht mehr relevant sind und erstellst deinen Content mit aktuellen Informationen neu. So kannst du beispielsweise vorgehen:

  • Du schaust dir aktuelle Studien an und ergänzt aus diesen Studien oder Forschungen neue Daten und Statistiken
  • Du übermittelst neue Nachrichten bezügliche deines Themas
  • Überprüfe ob die Grafiken die du verwendet hast, noch aktuell sind
  • Füge zum Beispiel neue Infografiken hinzu
  • Überprüfe auch, ob die Links, die du verwendet hast, noch erreichbar sind
  • Informiere dich neu über das Thema, damit du neuere Beiträge verlinken kannst

Ideen zur praktischen Umsetzung

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten Content Recycling umzusetzen. Hier sind 8 Ideen, die du anwenden kannst:

1. Zerlege deinen Content

Du kannst einzelne Tipps aus deinem Blogbeitrag auf deinem Social-Media-Kanal posten. Du zerlegst deinen Artikel so, dass du aus einem alten Artikel mehrere neue Artikel schreiben kannst.

2. Zitate oder Headlines verwenden

Du kannst überprüfen, welche Zitate und Headlines, sich als Statement eignen. Diese kannst du dann auf einem Bild auf deinen Social Media Kanälen posten.

3. Alte Beiträge einem neuen Bild und Textbeschreibung beifügen

Da deine Beiträge vor allem bei Facebook schon verschwinden bevor deine Follower diese gesehen haben, kannst du ganz einfach alte Beiträge, die du bei Facebook hochgeladen hast, bearbeiten. Hierbei nimmst du deinen alten Beitrag, erstellst ein neues Bild und eine neue Textbeschreibung und lädst ihn wieder hoch.

4. Aus beliebten Blogartikeln eine Serie erstellen

Hierfür eignen sich besonders List-Posts oder Tipps-Blogartikel. Denn aus ,,10 Tipps für…” können auch schnell mehrere Tipps werden. Dadurch erstellst du eine Serie aus deine Blogartikeln. So verlängerst du deine beliebtesten Beiträge.

5. Aus bestehenden Blogartikeln List-Posts erstellen

Du fasst deinen Content, den du zu einem bestimmten Zeitpunkt hochgeladen hast, zusammen und erstellst einen List-Post.

6. Infografiken erstellen

Infografiken vergrößern den Mehrwert der Blogartikel. Stelle die wichtigsten Informationen aus deinen Videos, Social Media Posts und Blogartikeln in einer Infografik dar.

7. Fasse deine Blogartikel zu einem E-Book zusammen

Wen du viele Blogartikel zu einem Thema geschrieben hast, kannst du diese zu einem E-Book zusammenfassen und als Freebie anbieten. (Freebie = Werbegeschenk) Außerdem sind E-Books ein Vorteil für Kurse oder Coachings.

8. Videos hochladen und in den Blogbeitrag einbinden

Lade deine Videos auf deinem YouTube Kanal hoch. Denn so kannst du dann das Video in deinem Blog einbauen. Außerdem wertest du deinen Blog auf, indem du ein zusätzliches Medium verwendest.

Fehler, die bei dem Content Recycling unbedingt vermieden werden sollten

  1. Einige sind der Meinung, dass du deinen Text alleine durchs verlängern, schon qualitativ aufwertest. Doch diese Ansicht ist falsch. Nur, weil du einen langen Text schreibst, heißt das nicht, dass du automatisch guten Inhalt hast. Dein Inhalt muss nach wie vor Hand und Fuß haben.
  2. Achte darauf, dass du keine doppelten Inhalte hast. Du sollst deinen Inhalt wiederverwenden, aber nicht exakt den gleichen Inhalt erneut hochladen.
  3. Es ist nicht zwingend notwendig, dass deine Artikel auf organischen Traffic angepasst wird. Es ist auch manchmal sinnvoll, deine Artikel mit dem Ziel Backlinks zu generieren zusammenzufassen.

Content Recycling vereinfachen – so geht’s

Wie zuvor beschrieben, könnt ihr vorhandene Inhalte für andere Medien aufbereiten. Wichtig ist, dass ihr darauf achtet, dass der Inhalt im Internet einzigartig (duplicated Content) sein muss und in der Form nicht noch mal veröffentlicht werden darf. Solltet ihr vorhandenen Content also erweitern, in veränderte Form und Kontext bringen wollen, hilft euch die Content Suite. Auch dann, wenn es um verschiedene Analysen (Content-Format-Analyse, WDF*IDF, etc.) geht und der Inhalt auf den aktuellsten Stand gebracht werden soll. Gerne zeigen wir euch völlig kostenlos und unverbindlich, wie ihr mit der Content Suite Inhalte optimieren und erweitern könnt. Im face-to-face Webinar nehmen wir auch gerne eure Webseite und zeigen an einem konkreten Beispiel, die Einsatzmöglichkeiten.

Fazit

Mit dem Content Recycling hast du eine große Chance, das Potenzial deiner bereits existierenden Inhalte zu vergrößern. Für Unternehmen, die nur begrenzt Zeit und Budget zur Verfügung ist diese Strategie von besonders hoher Bedeutung. Voraussetzung ist allerdings immer, dass Inhalte vorhanden sind, bei denen es sich lohnt, diese aufzuarbeiten. Mit etwas Übung und guten Tipps erreichst du verschiedene Zielgruppen.