Die besten SEO Plugins für Chrome, Firefox & Co.
Christoph Kind
Wer professionelles SEO betreiben möchte, der kommt um hochwertige SEO Tools nicht herum. Doch SEO Plugins für Browser können an vielen Stellen Arbeit abnehmen und zumindest eine Basis für die eigene SEO Strategie bilden. Mit der riesigen Zahl an Plugins, die es im Chrome oder Firefox Store gibt, kann einem der Überblick verloren gehen. Damit dies nicht passiert haben wir eine Liste mit lohnenswerten Plugins zusammengestellt. Hinweis: Diese Liste ist kein Ranking. Alle gelisteten Plugins sind in gleicher Weise nützlich für die tägliche Arbeit im SEO.
Die Auswahl der Plugins beschränken
Bevor wir die Liste präsentieren solltet Ihr wissen, dass es nicht hilfreich ist, gleich alle Plugins zu installieren und dann auf das Beste zu hoffen. Nebenbei sind auch nicht alle hier gelisteten Plugins für Firefox und Chrome gleichermaßen verfügbar. Einige sind exklusiv für den jeweiligen Browser entwickelt worden und können nur mit diesem genutzt werden. Wenn ihr skeptisch gegenüber einem Plugin seid könnt ihr diese im zugehörigen Plugin Store beobachten und euch mit Rezensionen ein besseres Bild machen.
- MozBar
- Google PageSpeed Insights (heute Online-Tool und Lighthouse)
- SimilarWeb
- Goo.gl URL Shortener (eingestellt)
- Feedly
- robots.txt prüfen (Robots vs Humans / roboxt! sind verschwunden)
- SEO SERP 2
- SEOquake
- Tote Links finden (Check my Links / LinkChecker sind verschwunden)
MozBar
Das von Moz.com entwickelte Plugin bietet Onpage und Offpage Funktionen in Einem. Sowohl Firefox als auch Chrome können das Plugin nutzen und es gibt neben kostenloser Version auch eine bezahlte Pro Version (wir werden hier jedoch nur auf die kostenlose Version eingehen). Das Plugin kann an verschiedenen Stellen im Browser positioniert werden und bleibt dann als blaues Symbol aktiv. Beim Klick auf das Icon öffnet sich das Funktionsfenster, in dem zunächst Offpage KPIs wie die hauseigenen Kennzahlen Domain Authority, Page Authority und Spam Score zu sehen sind (den früheren MozRank hat Moz 2018 abgeschafft). Nach dem Öffnen stehen drei Bereiche zur Verfügung: Seiten Elemente, Seiten Attribute und Linkdaten. Das Plugin untersucht u.a. folgende Bereiche einer Seite:
- Meta Description
- H1/H2 Überschriften
- Canonical Tags
- ALT Attribute für Bilder
- Title Tags
- Follow Links
- Nofollow Links
- Interne Links
- Externe Links
- Linktexte
Neben diesen stehen noch weitere Funktionen zur Verfügung, mit der Ihr Seiten im Schnelldurchlauf analysieren könnt. Die Toolbar macht sich auch in den SERPs bemerkbar und zeigt erste Offpage KPIs direkt unter den jeweiligen Suchergebnissen.
PageSpeed Insights
Mit PageSpeed Insights kann man seine Webseite auf Ladegeschwindigkeit testen. Und wie wir alle wissen ist der PageSpeed essenziell für ein gutes Ranking bei Google. Das frühere Browser-Plugin hat Google allerdings eingestellt — es wird nicht mehr unterstützt, Google verweist auf die Online-Version. Wer die Messung trotzdem direkt im Browser haben will, nimmt den Reiter Lighthouse in den Entwickler Tools von Chrome: Dieselbe Prüfung, die auch hinter PageSpeed Insights steckt, läuft dort ohne Installation und bewertet Performance, Barrierefreiheit, Best Practices und SEO.
Nach dem Start der Analyse zeigt das Tool Schwachstellen, die die aktuelle Seite aufweist und langsamer machen. Die Fehler sind erläutert und können in Angriff genommen werden.
SimilarWeb
Neben dem Online Tool, das den Traffic einer eingegebenen Domain anzeigt, kann das Plugin ähnliche Webseiten finden. Dabei muss man lediglich eine Seite besuchen, die man analysieren möchte, und das Plugin anklicken. Dann werden in einer Liste alle relevanten Seiten angezeigt. Dazu erhält der User noch einige relevante Daten zur Webseite, darunter:
- globale/nationale Platzierung der Webseite
- Platzierung der Seite innerhalb der eigenen Kategorie
- Verteilung der Besucherquellen
Mit einem Klick auf “Full Analysis” wird eine ausführliche Analyse der Seite angezeigt. Die Menge an Daten die das Plugin (und das Online Tool) liefern ist überwältigend. Insgesamt ein perfektes Tool für Webmaster, die Ihre Konkurrenten im Auge behalten wollen.
Goo.gl URL Shortener (eingestellt)
Das Prinzip war schnell erklärt: Das Plugin wandelte die URL der aktuell besuchten Seite in eine kürzere Form um, für Social Media oder andere Zwecke. Google hat den Dienst aber eingestellt: Neue Kurzlinks werden seit 2018 nicht mehr angenommen, und seit dem 25. August 2025 funktionieren nur noch die goo.gl-Links weiter, die Ende 2024 noch Aufrufe hatten — alle anderen laufen ins Leere. Wer Kurzlinks braucht, greift zu einem anderen Dienst.
Feedly
Jeder SEO muss auf dem neuesten Stand bleiben. Immer. Mit dem RSS Reader Feedly bleiben SEOs informiert und können auf Änderungen reagieren. Für die Content Erstellung ist Feedly übrigens auch nützlich, da Informationen gebündelt und als Inspirationsquelle optimal dargestellt werden.
robots.txt prüfen
Mit der robots.txt ist nicht zu spaßen, denn im schlimmsten Fall kann die gesamte Seite aus dem Index fallen. Die beiden Plugins, die wir hier ursprünglich empfohlen hatten — Robots vs. Humans für Chrome und roboxt! für Firefox — gibt es in den Stores nicht mehr. Ersatz liefert Google selbst: Der robots.txt-Bericht in der Search Console zeigt, welche robots.txt-Dateien Google für die wichtigsten Hosts einer Website gefunden hat, wann sie zuletzt abgerufen wurden und welche Warnungen oder Fehler dabei aufgefallen sind. Wer die Datei nur schnell lesen will, ruft sie direkt unter /robots.txt der Domain auf.
SEO SERP 2
Das Tool heißt inzwischen SEO SERP 2, wird weiter gepflegt (Version 3.1 vom Juli 2025) und analysiert die Suchergebnisseite in jeder Google-Länderdomain. Mit diesem einfachen und schlichten Tool kann man die Rankings zu bestimmten Keywords einsehen. Auch kann man Domains eingeben und sich deren momentane Position zum Keyword anzeigen lassen. Damit ist auch die Wettbewerberanalyse nur noch wenige Klicks entfernt.
SEOquake
Ein weiteres interessantes Tool ist SEOquake von Semrush. Im September 2026 wurde die kostenlose Erweiterung von Grund auf neu gebaut; offiziell unterstützt wird nur noch Chrome (sie läuft auch in anderen Chromium-Browsern wie Edge oder Brave), die Firefox- und Opera-Versionen von früher gibt es nicht mehr. Die „SEObar“ blendet (wie bei der MozBar) ausgewählte Kennzahlen am Seitenrand ein, ein Klick öffnet den vollen Bericht. Darunter fallen u.a. folgende Inhalte:
- 28 Onpage-Prüfpunkte (Title, Description, Überschriften, Alt-Texte, strukturierte Daten, technische Signale)
- Keyworddichte für Ein- bis Vier-Wort-Phrasen
- Semrush-Daten zu Traffic, Backlinks und Semrush Rank
- Export als CSV oder PDF
Weggefallen sind die alten Zähler für indexierte Seiten, der Google-Cache-Zugriff und das SERP-Overlay unter den Suchergebnissen — Daten wie PageRank oder Google +1 gibt es ohnehin seit Jahren nicht mehr.
Tote Links finden
Mit sogenannten “Broken Link Tools” kann man auf einen Blick erkennen, welche Links auf einer Seite ins Leere laufen. Unsere beiden Favoriten von damals — “Check my Links” für Chrome und “LinkChecker” für Firefox — sind aus den Stores verschwunden; die Erweiterung Check my Links hatte zuletzt rund 100.000 Nutzer. Beim Suchen nach Ersatz im Chrome Web Store oder bei den Firefox Add-ons lohnt ein Blick auf das Datum der letzten Aktualisierung und die Rezensionen: Gerade bei kleinen Link-Tools wechseln die Besitzer häufiger, und nicht jeder Nachfolger ist seriös.
Fazit
Plugins sind die kleinen Helferlein, die im SEO Alltag an vielen Stellen behilflich sein können. Ob nun Chrome oder Firefox: jeder Browser hat Plugins, die in bestimmten Gebieten Vorreiter sind. Diese können neben kostenpflichtigen, professionellen SEO Tools eine Stütze anbieten, was besonders für Einsteiger praktisch ist. Wer zu Beginn noch nicht in die Tasche greifen möchte, kann mit Plugins einen guten Start hinlegen, ohne dabei auf viele Funktionen verzichten zu müssen.