Google führt den Mobile-First-Index ein

Die Anzahl der User, die das Web mit einem Smartphone (oder Tablet) besuchen, nimmt rasant zu. Auch Google hat dies vor einigen Jahren erkannt und darauf hingewiesen, dass in Zukunft die „mobile Freundlichkeit“ einer Webseite (engl. „mobile friendliness“) eine höhere Relevanz bekommen würde. Unter dem sog. „mobile-first index“ sollen Seiten, die gut für mobile Nutzer erreichbar sind, in den SERPs mit besseren Rankings belohnt werden. Die mobile Version einer Webseite wird ab sofort für die Bewertung der Domain verwendet (anstatt der Desktop Version). Nachdem Google fast zwei Jahre mit Tests und Optimierungen verbracht hat, ist es nun soweit: Seit Montag wird der mobile-first Index sukzessiv eingeführt.

Ein User benutzt sein Smartphone anstatt des Laptops

Die Umstellung ging aus einer Mitteilung auf Googles offiziellen Blog hervor. Damit möchte Google die Verlagerung zu mobilen Geräten bei Webseitenbetreibern deutlich machen und dazu aufrufen, Seiten für mobile Geräte zu optimieren.

Bereits seit einiger Zeit generieren Websites über 50 Prozent der Suchanfragen bei Google über mobile Devices. Und ein Ende ist heute noch nicht absehbar. Um künftig der Mehrheit der Google-Nutzer optimale Suchergebnisse anzeigen zu können, ist es folgerichtig, die mobilen Webseiten als Basis zu verwenden und die Indexierung und Rankings künftig mit dem mobilen Index umzusetzen.

Was gilt es, als Seitenbetreiber zu beachten?

Unbedingt überprüfen solltet ihr, ob eure Website tatsächlich koorekt mobil optimiert ist. Am schnellsten könnt ihr das mit den Google-Tools PageSpeed Insights oder mit dem Mobile-Friendly Tool testen. Dabei muss man schlicht seine Domain eingeben und auf das Ergenis warten: Nach einigen Sekunden erscheinen Bewertungen und die wichtigsten KPIs zur Seite, die den Optimierungsgrad ansatzweise wiederspiegeln. Diese Werte können dann als Anhaltspunkt für die weitere Optimierung (Link OnPage Optimierung) der Seite dienen.

Wie lange dauert der Rollout?

Der Rollout des mobilen Index ist am Montag angestoßen worden und Google hat mitgeteilt, den Rollout-Prozess sukzessive, aber weltweit umzusetzen. Ein genaues Zeitfenster gibt es nicht und ist sicherlich auch davon abhängug, wie gut die Migration der Daten letztlich funktioniert.

Mobile Rankings prüfen

Generell sollten die eigenen Rankings regelmäßig geprüft werden. Durch die bevorstehende Umstellung ist es aber besonders wichtig, zu schauen, wie sich die Umstellung letztlich auf die Sichtbarkeit und Rankings bei Google auswirken wird. Überprüft alo eure Rankings, vergleicht sie und schaut, ob sich kurz- und mittelfristig irgendwelchen signifikanten Änderungen ergeben.  Wer seine Seite also auf den bevorstehenden Trend vorbereiten möchte, der sollte sich schnell für die 14 tägige, kostenlose Testphase von PageRangers anmelden. Keine versteckten Kosten. Keine Bankdaten. Keine automatische Verlängerung. Jetzt anmelden und mobil durchstarten.

Ein Screenshot aus dem PageRangers Tool mit mobilen Rankings

Sobald eine Seite mit dem mobile-first Index bewertet wird, erscheint in der Search Console eine Nachricht, die ungefähr so aussehen könnte (Quelle: Google Webmaster Blog):Eine Benachrichtigung von Google über den Wechsel zum mobile-first Index

Wer noch nicht in der neuen Indexierungswelle dabei ist, muss sich jedoch keine Sorgen um die eigenen Rankings machen. Die Indexierung durch den mobilen Googlebot hat an sich keinerlei Vorteile. Lediglich die Optimierung der mobilen Version einer Webseite wird ab der neuen Indexierung in die Bewertung einbezogen. Das hat Google in folgendem Statement deutlich gemacht:

Wer nur Desktop-Inhalte veröffentlicht, wird weiterhin in unserem Index vertreten sein.

Was man für eine mobil optimierte Seite machen kann

Eine mobile Version der Webseite hat, genauso wie die Desktop Version, viele verschiedene Facetten, die abgearbeitet werden müssen. Die wichtigsten können wir jedoch in einer Liste zusammenfassend erklären:

  • Content. Kein Weg führt an Content vorbei. Durch hochwertigen Inhalt und eine gute Strukturierung des Inhalts (also der Nutzung von H1, H2, etc.) bekommen User den Anreiz, wieder vorbeizuschauen.
  • Strukturierte Daten. Schema.org ist eine Markup Sprache, die Google beim Verstehen des Inhalts hilft. Sie sollte immer und überall genutzt werden. Auf der mobilen Seite sollten die Links der mobilen Version verwendet werden.
  • Metadaten. Meta Title und Meta Description sollten bei Desktop und mobiler Version identisch bleiben. Immerhin geht es ja auch um dieselbe Seite.
  • Crawling Rate. In nächster Zeit wird es vorkommen, dass die Server einer höheren Belastung ausgesetzt werden (da zwei Crawler auf die Seite zugreifen müssen). Es sollten entsprechende Serverkapazitäten bereitgestellt werden.

Natürlich gelten die üblichen Regeln des SEO weiterhin. Die oben genannten Punkte sind lediglich Faktoren, die zur üblichen SEO Arbeit hinzukommen. Wer also seine Hausaufgaben gemacht hat, wird sich keine weiteren Sorgen um seine Rankings machen müssen. Es werden lediglich einige neue Kniffel dazukommen, die für die mobile Version relevant sind.

Fazit

Die Umstellung auf mobile-first hat begonnen. Webseitenbetreiber, die keine oder nur eine schlecht optimierte Online Version der Domain anzeigen, sollten nun entsprechende Schritte einleiten, um bei der Umstellung vorbereitet zu sein.

Jetzt Podcast anhören!

Wer weitere Informationen zum Thema mobile-first sammeln möchte, der sollte sich den SeoSenf Podcast dazu anhören. Weitere Tipps zur SEO Optimierung und zu mobile-first gibt es auf seosenf.de.