dmoz wird eingestellt

Am 28.02.17 hat einer der weltweit größten Webverzeichnisse angekündigt, seine Dienste ab dem 14.03.17 einzustellen. Damit verabschiedet sich einer der größten von Menschen gepflegten ODPs (Open Directory Projects), der bis Januar 2016 noch knapp 4 Millionen Einträge zählte. In diesem Artikel möchten wir euch die Entstehung und Geschichte von DMOZ vorstellen.

Die Entstehung des Webverzeichnisses „Gnuhoo“

Ursprünglich wurde das Projekt unter dem Namen Gnuhoo im Jahre 1998 gegründet, doch nachdem ein Artikel darauf hinwies, dass das Projekt nicht auf freier Software basierte und deshalb seinen Namen ändern müsse, bekam das Projekt den Namen Newhoo. Zum Open Directory Project wurde es aber erst nach dem Kauf durch Netscape und der Veröffentlichung unter einer Open-Content-Lizenz im selben Jahr. Als Netscape kurz darauf von AOL aufgekauft wurde und später mit Time Warner fusionierte, änderte man den Namen auf „Dmoz“ bzw. „dmoz.org“.

Warum das Projekt ins Leben gerufen wurde

Die Motivation hinter der Gründung von DMOZ war hauptsächlich die Frustration über mangelhafte Aktualität, d. h. die lange Verzögerung bei der Aufnahme neuer Sites und der hohe Anteil toter Links in redaktionell betreuten Verzeichnissen. Auch war es den Gründern wichtig, das Internet nicht weiter zu kommerzialisieren, sondern stattdessen den freien Zugang zu Informationen als höchste Priorität zu sehen. Die Idee inspirierte andere Webverzeichnisse, zu denen das Go-Verzeichnis (ehemals von Disney betrieben) und Zeal (von LookSmart gekauft) zählen. Beide sind mittlerweile eingestellt. Keines dieser Verzeichnisse veröffentlichte seine Daten jedoch als Open Content.

Die Glanzzeit des Webverzeichnisses DMOZ

Für lange Zeit galt dmoz als ein wichtiges Rankingkriterium bei Google, da nicht jede Seite auf dmoz zugelassen wurde. Strenge Kriterien mussten erfüllt werden, um eine Eintragung zu erzielen. Hinzu kam der Umstand, dass viele Editoren an dem Projekt arbeiteten, die selber Experten in ihrem Bereich waren, was dmoz schnell zu einer der bestgepflegten Webseiten machte. Hatte es eine Seite also geschafft, in dmoz zu erscheinen, war das ein Zeichen für Qualität (fast schon wie ein Güte-Siegel heutzutage). Auch wenn die goldenen Jahre des ODPs vorbei sind und ein Eintrag dort weniger wert ist als früher (als Rankingkriterium), bezieht sich Google hin und wieder auf dmoz beim Anzeigen von Suchergebnissen.

Das Ende von manuellen Web Verzeichnissen

Mit der Abschaltung von DMOZ wird indirekt bestätigt, dass das Ende der manuell gepflegten Webverzeichnisse gekommen scheint. Suchmaschinen haben bereits in der Vergangenheit immer weniger Augenmerk auf Verzeichnisse gelegt, sodass der Nutzen und Mehrwert zur Fortführung der Arbeit einfach fehlt.

 

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