SEO Tipps für Online Shops: Bilderoptimierung

Christoph Kind

SEO Tipps für Online Shops: Bilderoptimierung

Ohne Bilder geht im Online Handel überhaupt nichts, denn gute Bilder sind der Grundstein für erfolgreiche Absätze bei Online Shops. Dabei gibt es einige wichtige Dinge zu beachten, damit die Bilder nicht zum Verhängnis werden. In diesem Artikel erklären wir dir, die wichtigsten Punkte zur Bildoptimierung für Online Shops.

Bild eines Laptops, der einen Online Shop besucht

Dateityp

Jedes Bild muss (wie jede andere Datei auch) in einem bestimmten Dateityp gespeichert worden sein. Für das Internet waren lange zwei Möglichkeiten gesetzt: JPEG (auch JPG genannt) und PNG. Diese bieten nicht nur hohe Bildqualität (dank Farbtiefe, Transparenz und anderen Faktoren) bei kleiner Dateigröße, sondern werden auch von allen gängigen Browsern unterstützt. Inzwischen haben sich mit WebP und AVIF zwei Formate etabliert, die bei gleicher Qualität deutlich kleinere Dateien liefern und von allen modernen Browsern dargestellt werden; für ältere Browser liefert man per <picture>-Element ein JPEG oder PNG als Fallback mit. Google indexiert laut seiner Dokumentation zur Bildersuche BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG und AVIF.

Bildqualität

Fangen wir mit dem wohl bekanntesten Gesichtspunkt bei Bildern an. Hierbei ist es wichtig, die Auflösung bzw. Bildgröße so hoch wie möglich zu halten. Als Anhaltspunkt: Für Produktbilder im Google Merchant Center verlangt Google mindestens 500 x 500 px und empfiehlt mindestens 1.500 x 1.500 px. Bei selbst erstellten Bildern, empfiehlt sich eine professionelle Kamera und Beleuchtungs Set. Natürlich gibt es noch andere Faktoren (wie der Sensor der Kamera, die Bildverarbeitung, etc.), aber die Auflösung ist ein erster Anhaltspunkt für die Qualität des Bildes. Da mit höherer Qualität die Dateigröße steigt, muss hier auch Hand angelegt werden…

Dateigröße

Große Dateien brauchen länger, um vom Server zum Client (also User) übertragen zu werden. Jedes Bild, das in einem HTML Dokument (also einer Webseite) eingebunden ist, muss in einer separaten Anfrage vom Server angefragt werden. Besonders bei mobilen Geräten kann dies bei geringer Bandbreite schwerwiegende Folgen haben, und da immer mehr Menschen von unterwegs und über ihre mobilen Geräte surfen (und shoppen), müssen Bilder dafür bearbeitet werden. Gut, dass Komprimierung Tools (wie tinypng.com oder jpegmini.com) die Bildgröße ohne großen Qualitätsverlust reduzieren (komprimieren) können; TinyPNG wandelt JPG und PNG auf Wunsch auch gleich in WebP oder AVIF um. Außerdem muss nicht jedes Gerät dieselbe Datei bekommen: Mit srcset bzw. dem <picture>-Element bekommt das Smartphone eine kleinere Variante — das empfiehlt auch Google.

Bild Metadaten

Metadaten sind Zusatzinformationen oder Zusammenfassungen der Bilder, die der Suchmaschine (Google) ermöglicht, die Bilder zu verstehen. Der Meta Title dient hier als Überschrift für das Bild. Er erscheint auch, wenn man mit der Maus über das Bild geht. Er ist zwar nicht sehr ausschlaggebend für SEO, sollte aber das Keyword wegen der Nutzerfreundlichkeit beinhalten.

Darüber hinaus ist das ALT Tag ein wichtiger Faktor. Dieser ist für Suchmaschinen nämlich einer der wenigen Anhaltspunkte, um den Inhalt des Bildes zu verstehen. Google empfiehlt eine knappe, konkrete Beschreibung im Kontext der Seite und warnt ausdrücklich vor Keyword-Stuffing im Alt-Text. Er wird auch dann angezeigt, wenn das Bild (aus technischen oder anderen Gründen) nicht angezeigt werden kann oder wenn Menschen mit Sehschwäche den Inhalt einer Seite vorgelesen bekommen (von bestimmten Programmen).

Bildnamen/URL

Die URL ist der exakte Speicherort des Bildes auf dem Web Server (fast wie eine einzigartige Adresse bei Straßen). Sie setzt sich zu einem Teil aber auch aus dem Namen des Bildes zusammen. Es ist wichtig, dass der Name (ähnlich wie das ALT Tag) das Bild so genau wie möglich beschreibt. Als Beispiel: garfield.png ist eher schlecht, katze-auf-dem-baum.png ist hingegen ein gut gewählter Name. Als Worttrenner empfiehlt Google Bindestriche statt Unterstriche.

Sitemaps für Bilder erstellen

Während normale Sitemaps als Katalog für alle Seiten einer Domain dienen können Bilder Sitemaps alle Bilder einer Domain strukturiert darstellen. Der Zweck ist, denn Suchmaschinen das Crawlen (also analysieren) der Domain zu erleichtern. Hierbei werden Bilder mit den dazugehörigen Links in einer bestimmten Struktur (auch “Baumstruktur” genannt) bereitgestellt. Laut Google helfen Bilder-Sitemaps vor allem bei Bildern, die der Crawler sonst nicht findet, etwa weil sie per JavaScript nachgeladen werden. Die früheren Zusatzangaben caption, title, geo_location und license hat Google gestrichen; es bleibt bei <image:loc>.

SEO Vorteile von optimierten Bildern

Der offensichtliche Vorteil von optimierten Bildern ist der Eindruck, der bei Usern entsteht. Diese machen sich nämlich früh einen Eindruck über die Seite und der sollte nach Möglichkeit positiv sein. Natürlich ist auch eine schnellere Ladezeit ein Faktor, der immer wichtiger wird. PageSpeed ist (spätestens seit der Mobile-First-Indexierung, die Google im Oktober 2023 für abgeschlossen erklärt hat) ein sehr relevanter Rankingfaktor, den leider immer noch viele missachten: Die Core Web Vitals (Ladezeit LCP, Reaktionszeit INP, Layoutstabilität CLS) fließen laut Google in die Rankingsysteme ein, und Bilder sind nach Googles eigener Aussage meist der größte Posten im Seitengewicht. Wer seine Bilder also entsprechend optimiert, kann sich in Sachen PageSpeed schon einen Vorsprung erarbeiten.

Auch die Bildqualität sollte nicht vernachlässigt werden. Menschen haben ein sehr genaues Sehvermögen. Kleinste Fehler werden von den meisten Menschen erkannt und dadurch in die Bewertung der Seite fließen. Ebenso sind Metadaten wichtig. Auch wenn es Google dank Künstlicher Intelligenz bald möglich ist, Bild und Ton ohne Metadaten zu verarbeiten, sind wir (wie wir in unserem Artikel zum Thema Audio SEO festgestellt haben) noch auf diese angewiesen.

Mit PageRangers Bilder optimieren

Im OnPage Modul von PageRangers können Bilder optimal für die SEO Optimierung beobachtet werden. Zu große Dateien, falsche Bildformate, externe Einbindungen und viele weitere Bildaspekte können mit der PageRangers SEO Suite analysiert werden.

Screenshot aus dem Monitoring Modul der PageRangers Toolbox
Auszug aus dem PageRangers SEO Tool

Die SEO Suite kann 14 Tage kostenlos und unverbindlich mit allen Features getestet werden. Dazu bieten wir eine kostenlose Einführung im Bereich SEO und der Arbeit mit dem Tool.

Keine versteckten Kosten. Keine automatische Verlängerung.

Fazit

Mit Bildern kann man in kürzester Zeit die meisten Emotionen hervorrufen. Das Bild als Werkzeug für das Online Marketing zu nutzen ist mächtig, wenn auch gefährlich. Nur, wenn Bilder anhand der oben genannten Kriterien optimiert werden, können sie effektiv eingesetzt werden. Wer die Bilderoptimierung in seinen täglichen SEO Workflow integriert, kann sich dabei viel Arbeit und Ärger ersparen.

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