Sind GPT-3 und ChatGPT eine Bedrohung für Google und SEO?

Redaktion PageRangers

Sind GPT-3 und ChatGPT eine Bedrohung für Google und SEO?

GPT-3 und ChatGPT werden immer interessanter und immer mehr publik. Dadurch stellt man sich natürlich irgendwann die Frage, ob die KI-Funktionen in Zukunft noch relevanter werden und dadurch zur ernsthaften Konkurrenz für Google werden. Wie relevant diese Befürchtung tatsächlich ist, erfährst du in diesem Artikel.

Was kann ChatGPT?

Zum einen ist sowohl ChatGPT als auch GPT-3 einfach zu verwenden. Zudem kann ChatGPT zügig Inhalte schaffen. Ob diese im Endeffekt verwendbar sind oder nicht, ist ganz unterschiedlich. Darüber hinaus, ist ChatGPT sehr gut darin, Gliederungen zu erstellen, Ideen zu generieren oder Formulierungen zu generieren. Ein weiterer Punkt ist, dass du mit dieser KI im Kontext sprechen kannst, weil diese immer schaut, was zuvor gesagt wurde und daher den Kontext erkennen kann. Jedoch ist dieser Punkt ähnlich zu verstehen, wie der Punkt, dass nicht alle KI-Inhalte brauchbar sind. Denn die KI kann den Kontext auch falsch verstehen. Wenn sie den Kontext allerdings richtig versteht, kann sie zusätzliche Ideen einbringen, welche in diesem Zusammenhang sinnvoll sind. Außerdem kann die KI nicht nur Texte erstellen, sondern auch Fragen beantworten. Zu guter Letzt: Mit der KI kannst du dir bestimmte Codes generieren, mit welchen du deine Seite programmieren kannst.

Wo hat ChatGPT Probleme?

Ein sehr nerviges Manko bei ChatGPT ist der fehlende rote Faden bei der Texterstellung. Die KI beantwortet deine Frage und generiert viel Text, ohne wirklich auf den Punkt zu kommen. Zudem fallen beim Probelesen Wiederholungen auf, oder Sätze, die nicht zusammenpassen. Zudem kann die KI nicht zwischen Fakten und falschen Tatsachen unterscheiden. Sobald die KI keine weiteren Fakten kennt, erfindet die KI Fakten. Zudem hat die KI, Wissen aus zahlreichen Quellen gesammelt. Die KI kann jedoch nicht wissen, ob diese Informationen tatsächlich der Wahrheit entsprechen und wie qualitativ hochwertig diese sind.

Microsoft und ChatGPT

Microsoft ist ein Investor von ChatGPT, bzw. Open AI — seit der Umstrukturierung von OpenAI im Oktober 2025 mit einem Anteil von rund 27 %. Durch ChatGPT könnte Bing daher mehr Aufmerksamkeit bekommen. Der KI-Chat in Bing, anfangs „Bing Chat“, heißt seit November 2023 Copilot. Dadurch kam die Frage auf, ob wir in Zukunft anstelle von Google, Bing verwenden. Der Unterschied bei den beiden Suchmaschine ist folgender: Bei Google erhalten wir mehrere Listen von Suchergebnissen, welche hochwertige Antworten beinhalten. Bei ChatGPT hingegen würden wir Antworttexte erhalten, welche möglichst konkret gehalten werden. Durch den vorherigen Punkt wissen wir allerdings, dass die KI nicht immer hochwertige oder korrekte Antworten liefert.

Was bedeutet ChatGPT für SEO und Google?

Anfang 2023 machte sich Google nach außen keine Sorgen über eine ernstzunehmende Konkurrenz. Wenn die KI allerdings immer besser und gefragter wird, könnte diese zur ernsthaften Konkurrenz für Google werden. Daher kam bei Google damals eine gewisse Nervosität auf.

Lange galten KI-Inhalte nach Googles Richtlinien als Spam. Im Februar 2023 hat Google allerdings klargestellt, dass KI-Inhalte in Ordnung sind, solange diese hilfreich sind und nicht in erster Linie das Ranking manipulieren sollen. Dünner KI-Inhalt kann tatsächlich ranken. Dieser Inhalt bietet allerdings keine hochwertigen Informationen. Wenn die KI zudem nicht auf den Punkt kommt und Leser diesen Artikel sehen, zeugt dies natürlich Misstrauen für die entsprechende Seite. Ein solcher Inhalt rankt also im ersten Moment. Jedoch wird Google natürlich merken, wie der Artikel bei den Nutzern ankommt, wodurch der Artikel entsprechend abgestuft wird.

Was hat sich seit 2023 getan?

Die Frage aus der Überschrift hat sich inzwischen ein Stück weit selbst beantwortet: Antworten statt Linklisten gibt es heute auf beiden Seiten. OpenAI hat am 31. Oktober 2024 ChatGPT Search eingeführt, das Fragen mit Links auf Webquellen beantwortet; seit Februar 2025 ist es in allen ChatGPT-Regionen auch ohne Anmeldung nutzbar. Google wiederum hat seinen Chatbot Bard im Februar 2024 in Gemini umbenannt und KI-Antworten direkt in die Suche geholt: In Deutschland erscheinen seit Ende März 2025 die „Übersichten mit KI“ über den Suchergebnissen (zunächst für angemeldete Nutzer ab 18 Jahren), und seit Oktober 2025 gibt es den „KI-Modus“ als eigenen Reiter in der Google-Suche.

Für SEO heißt das: Deine Inhalte konkurrieren nicht mehr nur um Positionen in der Linkliste, sondern auch darum, in KI-Antworten als Quelle verlinkt zu werden — bei Google wie bei ChatGPT. Was Google selbst zur Optimierung für KI-Antworten empfiehlt, haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengefasst.

Kann ich ChatGPT trotzdem verwenden?

Du kannst ChatGPT zur Unterstützung herbeiziehen, jedoch nicht ausschließlich verwenden. Du möchtest beispielsweise ein Inhaltsverzeichnis für einen neuen Text generieren, dann kannst du ChatGPT als Hilfestellung verwenden. Solltest du einmal eine Schreibblockade verspüren, kann die KI hierbei natürlich auch helfen. Für solche Situationen kannst du die KI natürlich bedenkenlos verwenden, jedoch solltest du diese Inhalte niemals eins zu eins übernehmen, da die KI, wie bereits erwähnt nicht unbedingt hochwertige Antworten liefert.

Fazit

Alles in allem können wir sagen, dass die KI-Suche zur echten Konkurrenz geworden ist — und Google hat darauf reagiert, indem es KI-Antworten selbst in die Suche eingebaut hat. Dass bei Google 2023 Nervosität bemerkbar war, ist aufgrund der genannten Ursachen nachvollziehbar. Momentan rankt KI generierter Inhalt jedoch nur bedingt. Zudem ist dieser Inhalt hauptsächlich nicht verwendbar, wodurch die KI momentan nur als Stütze verwendet werden sollte.

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