ASCII-Code
Unter ASCII versteht man eine Zeichenkodierung, die dazu genutzt wird, um Zeichensätze zu codieren. Die Abkürzung ASCII, welche als „aski“ ausgesprochen wird, steht für „American Standard Code for Information Interchange“, also den amerikanischen Standard Code für Informationsaustausch. Der ASCII-Code selbst basiert auf einer 7-Bit-Zeichkodierung. Erstmals präsentiert wurde der ASCII-Code im Sommer des Jahres 1963.
Aufbau und Struktur des ASCII-Codes
Im digitalen Zeitalter, und das ist der zentrale Unterschied zum Zeitalter der analogen Technologie, werden Informationen mit Hilfe von Zahlen verarbeitet. Unabhängig ob es sich um ein bestimmtes Zeichen, also z. B. eine Zahl oder einen Buchstaben handelt (Sonderzeichen zählen auch dazu), wird dieses mit einer Ziffernfolge dargestellt. Im ASCII-Code reicht diese Ziffernfolge von 0 bis 127, dafür genügen 7 Bit. Spätere Erweiterungen wie ISO 8859-1 oder Windows-1252 nutzten das achte Bit und kamen so auf 256 Zeichen, um auch Umlaute und andere landestypische Zeichen abzubilden. Heute hat sich im Web mit UTF-8 eine Kodierung des weit größeren Unicode-Zeichensatzes durchgesetzt; nach der Erhebung von W3Techs (Stand 1. Oktober 2026) verwenden sie rund 99 Prozent aller Websites. UTF-8 ist dabei abwärtskompatibel: Die ersten 128 Zeichen sind exakt der ASCII-Code.
Die unterschiedlichen Zeichensätze eines ASCII-Codes
Der Standardzeichensatz der druckbaren Zeichen belegt im ASCII-Code die Werte von 32 bis 126. Besonders daran ist, dass dieser Zeichensatz in jedem Fall der gleiche ist. Der Zeichensatz selbst beinhaltet verschiedenste Zeichen, so z. B. das Alphabet (alle Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung), aber auch Ziffern und eine große Menge an verschiedenen Satzzeichen, die allesamt zu den druckbaren Zeichen gehören. In der Regel sind das genau die Zeichen, die auch auf einer handelsüblichen Tastatur vorkommen.
Da der Standardzeichensatz Werte von 32 bis 126 belegt, bleibt fraglich, welche Rolle die Werte von 0 bis 31 einnehmen. In dieser Range liegen die entsprechenden Steuerzeichen, welche nicht druckbar sind; auch der Wert 127 (DEL) ist ein Steuerzeichen. Sonderzeichen, zu denen beispielsweise auch das Eszett (scharfes s) „ß“ gehört, sind im ASCII-Code nicht enthalten. Sie wurden erst durch die Verwendung des achten Bits in den erweiterten Zeichensätzen möglich und sind heute in UTF-8 abgedeckt, das alle in der Sprache üblichen Symbole bzw. Zeichen abbilden kann.
ASCII-Code und der Zusammenhang mit Suchmaschinenoptimierung
Heute kommen verschiedene Sonderzeichen unter Suchmaschinenoptimierern häufig zum Einsatz — umgangssprachlich oft „ASCII-Zeichen“ genannt, obwohl Häkchen, Sterne oder Pfeile streng genommen Unicode-Zeichen sind, die über den ASCII-Code hinausgehen. Die Idee, die dahinter steckt ist die, dass man mittels der verwendeten Zeichen bzw. Sonderzeichen versucht, die Attraktivität der Suchergebnisse (also die angezeigten Snippets in den SERPs) deutlich zu steigern. Mit einer möglicherwiese gesteigerten Attraktivität des angezeigten Snippets, können potentielle Besucher auf die eigene Webseite „gelockt“ werden. Hier wird also die Absicht verfolgt, die Aufmerksamkeit bzw. den Blick des Nutzers im Stile eines Eye-Catchers auf das eigene Suchergebnis zu ziehen. In der Folge können dann die Besucherzahlen bzw. die Klickrate und auch der damit verbundene Traffic der Webseite gesteigert werden. Nicht zuletzt kann damit auch ein entsprechender Umsatzanstieg verbunden sein.
Um die Präsenz des angezeigten Snippets zu steigern, werden häufig Zeichen mit einer positiven Assoziation verwendet. Diese Zeichen können dann in der Meta-Description hinterlegt werden. Zu den am häufigsten verwendeten Zeichen zählt der Stern. Sterne kommen häufig im Zusammenhang mit Bewertungen vor und können das (Klick-)Interesse des potentiellen Interessenten steigern. Ein weiteres, sehr häufig verwendetes Symbol, ist das Häkchen. So wird das Häkchen häufig dazu verwendet um dem potentiellen Interessenten zu zeigen, welche Services bzw. Dienstleistungen Im Leistungsportfolio des Anbieters enthalten sind. Neben Sternen und Häkchen sind aber durchaus auch andere Zeichen für die Steigerung der Attraktivität eines Snippets verwendbar. Eine Auswertung von SISTRIX über rund 250 Millionen Suchergebnisse (2017, aktualisiert 2021) fand Sonderzeichen in gut drei Prozent der Desktop-Snippets, in den Titeln dagegen fast nie; das Häkchen machte knapp drei Viertel aller Treffer aus. Zwei Einschränkungen gelten: Google entscheidet selbst, ob es solche Zeichen anzeigt, und ersetzt sie durch das passende Wort, wenn sie störend oder irreführend wirken. Und einen Rankingvorteil bringen sie nicht — das hat Googles John Mueller im Januar 2022 ausdrücklich klargestellt. Der Nutzen liegt allein in einer möglicherweise höheren Klickrate.