Google Scholar

Funktionsweise und Herkunft

Google Scholar ist eine sog. Vertical Search der Suchmaschine Google, mit der man gezielt wissenschaftliche Arbeiten im Netz finden kann. In Deutschland ist sie seit 2006 verfügbar  Darin enthalten sind verschiedene Arten von wissenschaftlichen Arbeiten, die hauptsächlich von Schülern, Studenten, Dozenten und Professoren gesucht werden. Man findet dort Doktor- und Diplomarbeiten, Videos von Konferenzen, Artikel aus wissenschaftlichen Magazinen sowie Ausschnitte aus Google Books (einer Datenbank von gescannten Büchern), aber auch Preprints und viele andere Formate.

Die enthaltene Fachliteratur ist frei zugänglich, was vor Allem damit zusammenhängt, dass der Konzern im Silicon Valley Kooperationen mit Wissenschaftsverlagen und Fachgesellschaften eingegangen ist. Der US Konzern hat somit das Recht erhalten, Publikationen von Partnern vollständig zu veröffentlichen. Bei nicht frei zugänglichen Dokumenten (außerhalb von Google Scholar) können User nicht auf  den gesamten Text zurückgreifen, sondern dürfen sich sog. Abstracts (=Ausschnitte) von Dokumenten ansehen. Diese können zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, ob das Dokument für die eigenen Bedürfnisse ausreicht und ob sich ein Kauf/Ausleihe lohnt. Leider kommt es dabei auch oft vor, dass aus dem Abstract nicht ersichtlich ist, inwieweit der Rest des Inhalts Verwendung finden kann. Doch auch für nicht freie Dokumente kann die ein Volltext eingeblendet werden(der aber erst bei Bezahlung komplett sichtbar wird), da durch Google Books eine gewaltige und kontinuierlich wachsende Internet Bibliothek an Büchern zur Verfügung steht. 

 

Mit Google Scholar nach Dokumenten suchen

Der wissenschaftlich geprägte Algorithmus entscheidet (wie bei der klassischen Suche), welche Einträge für eine Suchanfrage am relevantesten sind. Dafür werden auch hier Metadaten und zusätzlich Autor, Titel und Datum für die Bewertung einbezogen. Die Treffer können dann nach Zitat, Sprache oder Zeitraum gefiltert werden. Anbei findet Ihr ein kurzes Video der UB München, dass Euch als Guide dienen soll.

Die Vorteile von Google Scholar 

Was die „Online Search der Studenten“ von anderen im Internet findbaren Quellen abhebt ist die Tatsache, dass eine Volltextsuche möglich ist. Bei anderen Datenbanken können meist nur Keywords oder bibliografische Angaben gemacht werden. Weiterhin kann man zum Teil auf das Deep Web zugreifen und somit einen größeren Suchradius nach Informationen durchforsten. Das Deep Web enthält nämlich Dokumente, die mit der klassischen Suche nicht abgedeckt werden können. Einfaches Nutzerinterface sowie schnelle Darstellung der Trefferliste runden das positive Bild ab.

Die Risiken von Google Scholar

Welcher Datenbestand oder Online Bibliothek durch den Algorithmus genutzt werden und wie genau die Relevanz eines Dokuments errechnet wird, bleibt weiterhin unklar. Häufig kam es dann vor, dass Präsentationen und Vorträge von Schülern als wissenschaftliche Arbeit markiert und in den SERPs eingesetzt wurden. Ob dies nur ein weiterer Test war (wie es bei der klassischen Suchmaschine auch oft der Fall ist) kann ebenfalls nicht gesagt werden. Es wird daher kritisiert, dass grundlegende Änderungen im Index (wenn sie denn vorkommen) nicht kommuniziert werden. Durch diese Intransparenz laufen User Gefahr, dass aktuelle oder Standardwerke verpasst, da die Maßstäbe des Algorithmus einen anderen Fokus setzen könnten. Anfänger werden es schwer haben, den qualitativen Wert von Artikeln und Arbeiten zu erahnen. Da die Treffer fehlerbehaftet sind, eignet sich die Nutzung nur als Wegweiser bzw. zur Unterstützung der Recherche und nicht zur Basis für die Informationsgewinnung.

Tipps zur effektiven Nutzung

Um das Meiste aus der Vertical Search rauszuholen empfiehlt es sich, einige Einstellungen vorab zu prüfen.

Zunächst sollten in den Allgemeinen Einstellungen (unter dem Punkt „Suchergebnisse“) die benötigten Parameter eingetragen werden. Es ist dabei durchaus sinnvoll, sich auf eine Sprache einzugrenzen, auf die Dokumente gesucht werden sollen. 

Wichtig: Vergesst nicht, die eingetragenen Änderungen unter dem blauen Button mit „Speichern“ zu bestätigen

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