CDN
Unter CDN (Die Abkürzung steht für “Content Delivery Network”) versteht man einen Zusammenschluss von Servern, die die Daten in Abhängigkeit des Standortes des Antragstellers, zur Verfügung stellen. Hier wird das Ziel der “kurzen Wege” verfolgt, bedeutet also, dass Daten ohne Umwege und den damit einhergehenden Zeitverlust, vom Server zum Nutzer (Antragsteller) gelangen. Hierbei soll die Antwortzeit des Server möglichst gering gehalten werden, so dass Content schnell geladen und für den Nutzer schnellstmöglich bereitgestellt werden kann.
Das Content Delivery Network
Die zentrale Absicht eines Content Delivery Networks (CDN) ist der schnellstmögliche Datenaustausch zwischen Server und Nutzer. Hierbei ist entscheidend, wie groß die Entfernung zwischen dem Standort des Nutzers und des Servers ist. Wenn man auf herkömmliche Art und Weise eine Webseite aufruft, werden diese Daten von einem Server abgerufen und an den Nutzer übermittelt, unabhängig vom Standort.
Das Content Delivery Network hingegen verfolgt das Prinzip der Spiegelung. Daten werden nicht nur auf einem Server hinterlegt, sondern als Kopien auf den Servern im Content Delivery Network vorgehalten. Ausgangspunkt ist der Ursprungsserver (englisch: Origin) der Webseite. Ist eine angefragte Datei auf einem CDN-Server noch nicht vorhanden, holt dieser sie vom Ursprungsserver und speichert sie für weitere Anfragen zwischen (Caching).
Das hat den großen Vorteil, das im Moment einer Anfrage, der Standort eines Nutzer abgefragt wird und der am nächsten gelegene Server die angefragten Daten an den Nutzer liefert. Durch diese Technik lässt sich die Strecke, die Daten im World Wide Web zurücklegen, um ein vielfaches reduzieren. Dies ist natürlich nur durch großen technischen Aufwand möglich, steigert aber die Effizienz und die Nutzererfahrung deutlich.
Content Delivery Network und SEO
Ladezeiten spielen für Suchmaschinen wie Google eine wichtige Rolle und sind ein Rankingkriterium. Somit sollte man grundsätzlich als Webseitenbetreiber die Ladezeiten der eigenen Webseite überprüfen und ggf. weiter optimieren. Seit Juli 2018 berücksichtigt Google die Ladegeschwindigkeit auch in der mobilen Suche; heute fließen die Core Web Vitals in die Ranking-Systeme ein, deren Kennzahl Largest Contentful Paint (LCP) die Ladeleistung misst. Die Relevanz der Inhalte wiegt dabei aber schwerer — eine langsame Seite kann laut Google trotzdem gut ranken, wenn ihr Inhalt besonders relevant ist.
Aber auch die Nutzererfahrung und damit verbunden Verweildauer auf Webseiten können eine wichtige Rolle spielen.
Folgende Situation ist durchaus denkbar: Ein Nutzer kommt auf die Webseite und informiert sich über ein Produkt. Er vergleicht es mit Produkten anderer Anbieter. Auf der einen Webseite werden die Inhalte unverzüglich und ohne Verzögerung korrekt geladen und dargestellt. Auf der anderen Webseite kommt es teilweise zu kurzen Verzögerungen und Inhalte werden teils spät bzw. gar nicht geladen. Dies bedeutet, dass die Performance der einen Webseite deutlich besser ist als die der anderen. Genau hier kommen dann indirekte Rankingfaktoren zum Tragen. Ist z.B. die Nutzererfahrung des Einzelnen positiv, wird er vermutlich auf der Webseite verweilen und sie zu einem späteren Zeitpunkt mit einem positiven Gesamteindruck verlassen.