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Webmaster

Als Webmaster befasst man sich primär mit der Planung, Gestaltung und Umsetzung einer Webseite. Ob eine Webseite weltweit zur Verfügung steht (Internet) oder nur intern (Intranet) beispielsweise bei einer Organisation / einem Unternehmen, spielt keine Rolle. Erstmals erwähnt wurde der Begriff von Tim Berners-Lee. Seine größte Errungenschaft war die Erfindung des World Wide Web, besser bekannt als das „www“. Das Wort Webmaster besteht aus den zusammengefügten Wörtern „Web“ und „Master“. „Web“ ist sozusagen die Kurzform von „World Wide Web“ und „Master“ ist das englische Wort für „Meister“. Zu Zeiten wo das Internet selbst noch in den Kinderschuhen steckte, wurde der Begriff „Webmaster“ meist für all diejenigen verwendet, die eine eigene Webseite hatten. Eine Trennung in verschiedene Bereiche und damit auch Aufgabengebiete gab es in der Regel noch nicht. Der Grund:  In der Regel waren es einzelne Personen die für eine Webseite verantwortlich und somit auch Ansprechpartner für alle möglichen Fragen waren. In der heutigen Zeit sind für eine Webseite, je nach Art und Umfang der Webseite, mehrere Personen verantwortlich. Allerdings kommt auch in diesem Fall dem Webmaster eine entscheidende Rolle zu, da dieser in der Regel der Kopf eines ganzen Teams ist. Einwände, Verbesserungsvorschläge, Kritik und vieles mehr, werden in der Regel zunächst an den Webmaster herangetragen. Aus diesem Grund sollte der Webmaster nicht nur belastbar sein, sondern auch eine hohe Kommunikations- und Teamfähigkeit aufweisen.

Anforderungen an den Webmaster

Zunächst muss erstmal erläutert werden, was genau ein Webmaster alles sein kann. Es spielt keine Rolle, ob der Webmaster z. B. selbständig oder freiberuflich aktiv ist, oder sich sogar in einem Angestelltenverhältnis bei einem Unternehmen oder möglicherweise sogar einer Internetagentur befindet. Die Anforderungen die an einen Webmaster gestellt werden, sind sehr unterschiedlich. Sehr stark abhängen tun die Anforderungen von der Größe des eigentlichen Projektes. Kleinere Projekte sind in den meisten Fällen von einer einzelnen Person, dem Webmaster, händelbar. Überschreitet die Projektgröße ein bestimmtes Limit, muss der Webmaster in der Regel auf das Know-how Anderer zurückgreifen.

Trägt man sich mit dem Gedanken eine Webseite zu erstellen bzw. erstellen zu lassen, ist eine gute und strategische Planung vonnöten. Bevor die eigentliche Webseite gestaltet und entwickelt wird, muss zunächst ein Konzept aufgestellt werden. Das Konzept selbst wird, je nachdem ob die Webseite in Eigenregie entwickelt oder durch einen Auftraggeber beauftragt wird, vom Webmaster selbst oder in Absprache mit dem potentiellen Kunden oder Arbeitgeber erstellt. Das Konzept umfasst nicht nur wesentliche Punkte was das Design der Webseite betrifft, sondern ebenso Überlegungen zu Inhalten, Struktur und Menüführung. Man versucht sozusagen, sich die Webseite vor seinem virtuellen Auge vorzustellen und stellt sich die Frage, ob alle Informationen und Daten intuitiv für den neutralen Webseitenbesucher abrufbar sind. Je nach Art und Umfang der Webseite, können die Kosten stark voneinander abweichen. Daher muss bei der Entwicklung eines Konzepts auch die Kostenstruktur im Blick gehalten werden. Ebenso muss überprüft und kontrolliert werden, ob die technischen Anforderungen an eine Webseite erfüllt werden können. Werden all diese Informationen zusammengefügt, kann entschieden werden, ob die Realisierung durch den Webmaster alleine erfolgt, oder auch andere interne und/oder externe Mitarbeiter involviert werden müssen. Zu guter Letzt sollte Klarheit darüber bestehen, bei welchem Provider die entsprechende Webseite schließlich gehostet wird.

Wurde das Konzept für „gut und umsetzbar“ befunden, kann mit der Erstellung der Webseite begonnen werden. Wichtig ist hierbei, dass das zuvor entwickelte Konzept Beachtung findet und nicht fahrlässig außer Acht gelassen wird. Hält man sich bei der Entwicklung an das Konzept, sind besondere Aufwände und ausufernde Kosten, unwahrscheinlich. Wer Zeit und Geld sparen möchte, kann heutzutage auch auf Content Management Systeme (CMS) setzen. Zu einem der bekanntesten Anbieter in diesem Segment gehört WordPress. Ein ganz großer Vorteil hierbei ist, dass auch Laien ohne größere Kenntnisse eine eigene Webseite realisieren können.

Wurde die fertige Webseite in Anlehnung an das vorher erstellte Konzept entwickelt und z. B. vom Auftraggeber für gut befunden, kann die entsprechende Webseite „online“ gehen. Erst wenn die Webseite tatsächlich „online“ gegangen ist, kann sie weltweit abgerufen werden.

Die Arbeit ist allerdings nicht abgeschlossen, nur weil die Webseite „online“ gegangen ist. Ab diesem Zeitpunkt steht in der Regel, auch das hängt von der Art der Webseite ab, eine fortlaufende Wartung an. Diese Wartungsarbeiten werden üblicherweise durch den Webmaster ausgeführt. Viele Webseiten, egal ob z. B. Online-Shops oder eher informative Webseiten, bringen häufig ein hohes Wartungsintervall mit sich. Immer wieder müssen Anpassungen an aktuelle Gegebenheiten oder auch Standards erfolgen. Das ist vor allem auch deshalb wichtig, um im Vergleich zu konkurrierenden Webseiten nicht das Nachsehen zu haben.

Die beste Webseite bringt allerdings gar nichts, wenn sie nicht bekannt ist und entsprechend häufig aufgerufen wird. Um Klickzahlen und den damit verbundenen Traffic zu erhöhen, sollten Marketingmaßnahmen ergriffen werden. Neben Marketingmaßnahmen sind aber auch andere Maßnahmen notwendig, um ein gutes Ranking bei den Suchmaschinen wie Google zu erzielen. Häufig umfasst die Arbeit des Webmasters auch diesen Bereich. Denn in der Regel wird eine Webseite nur dann in den organischen Rankings gefunden, wenn entsprechende Maßnahmen hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung umgesetzt wurden. Hier ist zu beachten, dass der Erfolg solcher Maßnahmen in der Regel immer erst zeitversetz eintritt.

Grundsätzlich gilt für den Webmaster: Je größer eine Webseite bzw. ein Projekt ist, desto mehr Funktionalitäten werden in der Regel auch benötigt. Häufig sind diese Projekte nicht mehr alleine durch den Webmaster zu stemmen, nicht nur auf Grund des Umfangs, sondern auch auf Grund mangelnder Kenntnisse (verglichen mit einem Spezialisten). Schnell hat man dann ein ganzes Team beisammen, in dem jedes Mitglied eine bestimmte Aufgabe zukommt. Der eigentliche Webmaster bleibt dann meistens zuständig für technische Angelegenheiten und ist Ansprechpartner für koordinative Dinge. Vereinfacht gesagt, wird aus dem klassischen Webmaster eine Art Projektleiter mit vielfältigen Fähigkeiten.