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7 Schritte zum erfolgreichen SEO-Konzept

Es gibt viele Möglichkeiten dein Angebot bei deiner Zielgruppe zu platzieren. Heutzutage ist einer der erfolgsversprechendsten Wege dafür das Online Marketing. Die Reichweite ist immens, und auch dein Zielpublikum lässt sich viel besser in den Fokus nehmen, als zum Beispiel im Fernsehen. Mit SEO hast du die Möglichkeit dir selber Reichweite aufzubauen, ohne viel Geld für Werbung auszugeben zu müssen. Doch SEO ist keineswegs ein Sprint, sondern viel eher ein Marathon. Wer eine erfolgreiche Strategie fährt, für den kann SEO zu einer wahren Cash Cow werden. Ganz ohne etwas Mühe und Fleiß funktioniert es allerdings nicht. Die eigene Webseite sollte ständig optimiert und evaluiert werden. Um nicht planlos einfach hier und da an etwas zu schrauben, in der Hoffnung es bringt den gewünschten Effekt für die Suchmaschine, solltest du ein klares SEO-Konzept verfolgen. Wie du ein solches aufbauen kannst, zeigen wir dir heute in diesem Artikel.

Was ist mein Ziel?

Das Hauptziel bei SEO ist natürlich immer mehr Klicks zu generieren. Aber es ist wichtig dieses Ziel genau und situationsabhängig zu definieren. Dabei ist es wichtig diese sehr spitz zu definieren, heißt; es muss ein konkretes Ziel gesetzt werden. Außerdem sollte das Ziel immer auch messbar definiert werden. “Ich möchte in nächster Zeit mehr verkaufen.” ist nicht messbar. Denn das Wort “mehr” kann alles von 1 bis 1.000.000 heißen und noch weiter. Auch zeitlich sollte ein Ziel immer konkrete Definitionen haben, denn so ist es einfacher zu beobachten, ob man seine Ziele auch erfüllt. Die Ziele sollten auch nicht zu hoch angesetzt sein, also realistisch zu erreichen.

Ein gutes Hilfsmittel für die Zielsetzung ist die Smart-Methode:

S = spezifisch (genaue Zielformulierung)

M = messbar (konkret formulierte Zahlen)

A = akzeptabel (sie stimmen mit der Firmenpolitik überein)

R = realistisch (nicht zu hochgesteckt)

T = terminiert (zeitlich begrenzter Zeitraum)

Beispiel für ein smart formuliertes Marketing Ziel: “Ich möchte mit meinem Unternehmen, bis zum Ende des nächsten Monats, 200 Neukunden generieren.”

Zielgruppenanalyse

  • Definieren – Wen möchte ich ansprechen? Je genauer die Zielgruppe definiert ist, desto besser, also am besten nicht nur nach Geschlecht und Alter, sondern auch Bildung, Familienstand, Einkommen, Beruf, Wohnort und weiteren segmentieren. Wenn deine Zielgruppen Unternehmen sind; Branche, Unternehmensgröße und Finanzen der Firma betrachten und segmentierten
  • Charakterisieren – Danach solltest du dir Überlegen, was den Charakter und das generelle verhalten deiner Kunden ausmacht. Sind sie sportbegeistert? Ist ihnen die Ethik bei Produkten wichtig? Welchen Lifestyle leben sie? Im B2B kannst du dir die Philosophie, das Leitbild, die Ziele und das Geschäftsmodell deiner Zielgruppe anschauen.
  • Kaufverhalten – Wie kauft die Zielgruppe für gewöhnlich ein? Je nach Alter und genereller Vorlieben kann man ganz gut festlegen, wo die Kunden am liebsten einkaufen. Außerdem auch welche Kaufargumente der Kunde braucht um überzeugt zu werden.

Wo man diese Daten findet, kann unterschiedlich sein. Zum einen kann man seine eigenen Kunden persönlich befragen und sich die Daten notieren. Oder man sendet seinen Kunden eine E-Mail mit einem Link zu einer Vorher verfestigten Umfrage Seite. Diese Variante gibt einem auf jeden Fall den besten Überblick über seine aktuellen Kunden und damit den Kunden die man aktuell schon anspricht.

Du kannst allerdings auch auf die Umfrage Daten anderer nutzen, denn für viele Zielgruppen gibt es bereits veröffentlichte ausgewertete Umfragen im Internet. Auch diese können genutzt werden und können bei der Definition deiner Zielgruppe sehr Hilfreich sein. Darüber hinaus kannst du Statistiken, Kennzahlen und Reports aus deinem eigenen Unternehmen verwenden, sofern du schon Erfahrungen gemacht hast. Vielleicht benutzt du ja auch bereits ein CRM System, dessen Daten du auswerten kannst, um deine Zielgruppe zu definieren und bestmöglich zu erreichen.

Keywordanalyse

Um ein realistisches Ziel aufzustellen ist es wichtig zu wissen, wie deine Zielgruppe tickt und wonach sie sucht. Verwende hierzu deine Erkenntnisse aus der Zielgruppenanalyse. Der erste Schritt bei der Keywordrecherche ist es, die Keywords zu googeln, auf die du ranken möchtest. Sobald du das erledigt hast, musst du dir genau überlegen, ob die Ergebnisse zu dem Content passt, den du auf deiner Seite anbietest. Wenn du zum Beispiel einen Online-Shop betreibst, ergibt es keinen Sinn, wenn alle Suchergebnisse unter dem von dir gewählten Suchbegriff redaktionell sind. Dann ist es sinnvoll ähnliche Keywords durchzusuchen und eins zu finden, welches sowohl zu deinem Angebot passt, als auch den richtigen Suchintent beinhaltet. Weiterhin es kann dir bei der Keywordrecherche helfen, deine Konkurrenz zu analysieren. Gerade wenn du direkte Konkurrenten hast, kann das sehr wichtig sein. Bei der Analyse deiner Konkurrenz, ist es wichtig herauszufinden, zu welchen Keywords sie ranken. Gerade wenn es direkte Konkurrenten sind, kann es sinnvoll sein, auf dieselben Keywords zu ranken. Jedoch sollte man nicht einfach blind kopieren, sondern nur die Keywords übernehmen, die auch wirklich zum eigenen Angebot passen.

Suchintentanalyse

Ein Beispiel für ähnliche Keywords mit unterschiedlichem Suchintent sind die Keywords: “sneaker” und “beste sneaker”:

Grob kann man man zwischen 3 verschiedenen Typen des Suchintents unterscheiden: navigational, imformationell und transaktional. Navigationale Suchanfragen zielen auf eine konkrete Seite ab, der Nutzer weiß also schon vorher, wo er hin möchte. Informationelle Suchen werden von Nutzern getätigt, die sich über ein Thema, eine Eigenschaft, oder bestimmte Dinge informieren möchten. Das können Produktdetails, Öffnungszeiten, Methoden und Strategien, Reviews oder eben all jenes sein, worüber der Nutzer etwas in Erfahrung bringen möchte. Transaktionalen Suchanfragen liegt bereits eine bestimme Absicht zu Grunde. Der Nutzer möchte etwas kaufen, ansehen, downloaden oder Ähnliches. Google wertet den Suchintent ständig aus und versucht ihn zu optimieren. Allgemein hat man es schwer, mit einer Produktseite eines Shops auf eine informationell geprägte Suchanfrage zu ranken. Versuche also im Vorfeld dein Keywordset zu validieren und vergewissere dich, dass dein Angebot zum Suchintent passt. Um noch einmal auf das oben aufgeführte Beispiel zurückzukommen; “sneaker” ist also eine transaktional geprägte Suchanfrage, da die Ergebnisse überwiegend Shopseiten sind. “beste sneaker” wiederum ist eine informationelle Suchanfrage, hier findet man hauptsächlich Reviews und Tests.

W-Fragen Recherche

Ein wichtiger Bestandteil der Keywordrecherche ist auch die Suche nach W-Fragen. Das heißt, was sind häufig gestellte Fragen, welche im Zusammenhang mit deinem Produkt gestellt werden? Die Fragen werden immer wichtiger, denn Google versucht Fragen oft schon in den Suchergebnissen (SERPs) zu beantworten und um diese Antworten zu finden, durchsucht Google Webseiten nach den entsprechenden Antworten auf die Fragen. Natürlich sollte es das endgültige Ziel der Fragen sein, damit in die von Google erstellten Featured Snippets bzw. den Knowledge Graph zu kommen, aber auch dem normalen SEO Ranking kann es helfen, gut recherchierte Fragen in die Texte zu integrieren. So kann man Google zusätzliche Signale bezüglich der Relevanz des eigenen Contents liefern.

Seitenstruktur, Content- und Keyword-Plan

Dieser Punkt ist wichtig um mögliche Mehrfachrankings, Keyword-Kannibalisierungen und Duplicate Content zu vermeiden. Dafür musst du die zuvor recherchierten Informationen verwenden. Nun musst du sortieren welche Keywords bei dir auf welcher Unterseite deiner Website ranken sollen. Am besten schreibst du dir auf, welche Seite welches Keyword beinhalten soll. Es ist wichtig, dass in diesem Schritt keine zwei Seiten das gleiche Keyword beinhalten. Eine Seite darf jedoch ruhig auf mehrere Keywords ranken, das ist sogar von Vorteil, da die Seite so stärker eingestuft wird. Keyword-Kannibalisierung ist auch bekannt unter dem viel harmloser klingende Begriff Mehrfachrankings. Ganz simpel erklärt, ein Mehrfachranking ist wenn auf ein Keyword mehrere URLs deiner Seite ranken. Zunächst einmal wirkt dies sicherlich nicht schlecht, jedoch hat es aus SEO-Sicht gravierende Nachteile: Versucht man mit zwei verschiedenen URLs auf dasselbe Keyword zu ranken, kontrahieren diese miteinander, klauen einander Traffic und nicht zuletzt auch Ranking-Positionen. Da Google nicht genau einschätzen kann, welche der beiden Seiten die relevantere zu diesem Keyword ist, kann es sein, dass die für dein Business weniger wichtige Seite weiter oben rankt und die andere verdrängt.

Die Technik deiner Seite

Auch wenn es eventuell unwichtig wirkt sind Aufbau, Code, Bilder und die gesamte Infrastruktur deiner Seite sehr wichtig und relevant dafür, gut von einer Suchmaschine gefunden zu werden. Ein sehr wichtiger Aspekt dabei ist die Größe der Bilder auf der Seite. Sollten die Bilder auf deiner Webseite zu groß sein, wird die Ladezeit stark verlängert. Selbst wenn dir das selber nicht auffällt, dass die Website langsam ist. Bei dem Geschwindigkeitstest bei Google kann das durchaus auffallen und als Faustregel kann man sich merken: Je länger eine Seite lädt, desto unattraktiver ist sie für Google – und letztlich auch für Nutzer. Ein anderer wichtiger Punkt auf den du achten musst, ist das Vorkommen von 404 Seiten. Wenn deine Nutzer auf eine solche Seite kommen, werden sie deine Seite sofort verlassen was sich massiv auf die durchschnittliche Besuchszeit deiner Seite auswirkt und von Google negativ betrachtet wird.

Es ist es sehr wichtig, dass du deine Seite auch kritisch mit den Augen eines Außenstehenden betrachtest. Wichtige Fragen, die du dir dabei stellen musst sind unter anderem: “Ist meine Seite übersichtlich?” “Sehen meine Kunden alles Wichtige zuerst?” und “Würde ich selbst auf dieser Seite kaufen wollen bzw. die Dienstleistung dieser Seite beanspruchen?”

Das Snippet

Nicht nur der Inhalt deiner Seite ist wichtig, sondern auch wie du sie nach außen präsentierst. Das Snippet ist das Aushängeschild deiner Seite. Mit diesem musst du die Google Nutzer davon überzeugen, dass deine Seite die beste Seite ist, um die Informationen zu bekommen, die er sucht.

Beim Snippet ist es wichtig zu beachten, dass weder die Überschrift noch die darunter stehende Beschreibung abgehakt ist. Denn in diesen Texten muss sich unbedingt widerspiegeln, was der Inhalt deiner Seite ist. Natürlich ist es dann eher schlecht, wenn dann eventuell die wichtigsten Informationen von Google abgeschnitten wurde, da die Beschreibung oder die Überschrift zu lang war. Auch ist es nicht gut, wenn man Google entscheiden lässt, was der Snippet-Text oder die Überschrift ist, denn oft wählt Google nicht das passende und repräsentiert deine Seite dann falsch. Im Endeffekt kannst du dein Snippet wie das Ladenschaufenster eines lokalen Stores betrachten: Ständig gehen Leute daran vorbei und müssen in wenigen Sekunden neugierig auf das gemacht werden, was du hinter dem Schaufenster anbietest. Dabei musst du dich mit einer Vielzahl an Wettbewerbern messen. Dein Schaufenster bzw. Snippet muss also spannend sein, neugierig auf Mehr machen und dein Angebot von den anderen abheben.

Backlinks

Dies ist ein Teil deiner SEO-Strategie, den du nicht so einfach beeinflussen kannst. Dennoch sind Backlinks immernoch sehr wichtig für das Ranking. Google legt großen Wert auf Verlinkungen, aber hierbei kommt es nicht auf die Quantität der Links an, sondern auf die Qualität. Wenn du eine Bäckerei besitzt, bringt es dir wenig, wenn dich 100 Gärtner verlinken, aber wenn dich 10 Foodblogger auf ihrer Seite verlinken hat es einen positiven Effekt, da es einen für Google erkennbaren thematischen Zusammenhang gibt. Wichtig ist auch, wie die Quelle selbst von Google bewertet wird. Ein Backlink von einer großen, bekannten Seite, die einen guten Trust bei Google besitzt, ist mehr wert, als Links von kleinen und unbekannten Seiten.

Auch wenn es keine direkte Möglichkeit gibt die Backlinks zu beeinträchtigen, gibt es indirekte Wege. Der erste ist einfach guten Content zu schreiben, und diesen selber zu promoten, zum Beispiel auf Social Media. Dadurch werden auch andere Content Creators auf dich aufmerksam und verlinken dich bei sich. Ein anderer Weg sind zum Beispiel direkte Kollaborationen bei denen man sich gegenseitig verlinkt.

Fazit

Wie bereits zu Beginn erwähnt, ist SEO langfristig zu betrachten und erfordert Fleiß und Beständigkeit. Wenn du jedoch kontinuierlich die Entwicklung deiner Webseite verfolgst und Optimierungsbedürfnisse erkennst, kann SEO ein unglaublich mächtiger Kanal für dich sein, um langfristig und vor allem gezielt deine Zielgruppe zu erreichen. Initial kann der erforderliche Aufwand abschrecken, doch wenn du mit Plan und Konzept an die Sache herangehst, wirst auch du mit SEO Erfolg haben.