CSS
Die Abkürzung CSS steht für Cascading Style Sheets ist eine Beschreibungssprache, mit der man bestimmte Stile (Stilvorlagen) z. B. in HTML-Dateien festlegen kann. So lässt sich durch CSS beispielsweise festlegen, wie etwas auf dem Bildschirm visuell dargestellt werden soll. Vereinfacht gesagt lässt sich durch CSS das Layout einer Webseite beeinflussen. bei den Cascading Style Sheets handelt es sich um eine Stylesheet-Sprache, welche ständig weiterentwickelt und angepasst wird. Statt einer einzigen Gesamtspezifikation besteht CSS heute aus einzelnen Modulen mit jeweils eigenen Versionsstufen (Levels). Die CSS Working Group des W3C fasst den aktuellen Stand jährlich in einem „CSS Snapshot“ zusammen, zuletzt im Juni 2026.
CSS hat mit der Strukturierung bzw. den Inhalten einer Webseite nichts zu tun und somit klar abzugrenzen. Durch diese Abgrenzung können beispielsweise Inhalte beibehalten werden, auch wenn das Layout durch die CSS verändert wurde.
Die Anfänge von CSS
Die Anfänge von CSS gehen zurück auf den 10. Oktober 1994, als Håkon Wium Lie den ersten Vorschlag eines Style-Sheets präsentierte. Bereits vorher, Anfang/Mitte der 1990er Jahre, gab es schon Stylesheets. Als Håkon Wium Lie seine Idee präsentierte, arbeitete Bert Bos zur gleichen Zeit an einem Browser, der in der Lage war, Style-Sheets zu interpretieren. Daraufhin haben beide beschlossen, künftig gemeinsame Wege zu gehen und CSS zu entwickeln. Etwas mehr als zwei Jahre später, im Dezember 1996, wurde CSS 1, nachdem auch andere darauf aufmerksam wurden, veröffentlicht, und wird heute von fast allen gängigen Webbrowsern unterstützt. Es folgte CSS 2 im Mai 1998; die überarbeitete Fassung CSS 2.1 wurde im Juni 2011 zur W3C-Empfehlung und bildet bis heute den Kern der Sprache. Was danach kam und oft als „CSS 3“ bezeichnet wird, ist keine einzelne Spezifikation, sondern eine Sammlung von Modulen, die Modul für Modul auf CSS 2.1 aufbauen. Einzelne Module haben inzwischen Level 4 oder höher erreicht, ein „CSS 4“ als Gesamtversion gibt es laut W3C aber nicht.
Anwendungsbereiche von CSS
Durch die Anwendung von CSS lassen sich bestimmte Stilelemente in HTML-Dateien bestimmen. Mithilfe der Cascading Style Sheets lassen sich die verschiedensten Stilelemente bestimmen, neben den verwendeten Farben und Hintergründen beispielsweise auch Ränder oder die Schriftarten, die in HTML-Dokumenten angewendet werden sollen. Das hat den besonderen Vorteil, dass bestimmte Stilelemente nur einmalig definiert werden müssen, dann aber auch für andere Bereiche der Webseite gelten. Beispielsweise lässt sich so bestimmen, welchem Stil die verschiedenen Überschriften H1, H2, etc. entsprechen sollen (Größe, Farbe, etc.).
Durch CSS kann eine Webseite auch an das entsprechende Device angepasst werden, unabhängig davon, ob es sich hierbei um einen Desktop-PC, ein Notebook, Handy oder Tablet handelt. Durch CSS wird die Webseite entsprechend der Auflösung des Devices so angepasst, dass sie weiterhin nutzbar bzw. lesbar ist. Möglich machen das die sogenannten Media Queries, mit denen sich Stile z. B. an die Breite des Bildschirms knüpfen lassen. Nur so ist es möglich, ein und dieselbe Webseite auf verschiedenen Devices anzuzeigen, obwohl der Display-Größe deutlich voneinander abweicht, wie z. B. bei einem Desktop-Pc und einem Handy. Wer seine Webseite also für die verschiedenen Devices und damit die breite Masse zugänglich machen möchte, kommt um die Verwendung von CSS nicht herum.